Eigener Weg
Bei der Zusammenstellung des Portfolios orientiert sich Schröder nicht am Index. Der Stratege bevorzugt seit jeher mittelschwere bis kleine Unternehmen aus dem Rohstoffsektor. Im vergangenen Jahr hat diese Strategie überhaupt nicht funktioniert und dem Fonds einen hohen Verlust eingebracht, so Schröder zum AKTIONÄR. Dafür zahlt sie sich in 2009 voll aus. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, denn die Aussichten für viele Rohstoffe sind nach Einschätzung des AKTIONÄRs gut. Vor allem Gold sollte weiter glänzen. Während im Herbst die Blue Chips aus dem Goldsektor kräftig gestiegen sind, holen jetzt die Mid- und Smallcaps auf, sagt Schröder. Dragon Mining etwa, die Schröder aktuell am höchsten gewichtet hat, konnte seit Jahresanfang um 61 Prozent zulegen.
Gold bringt Performance
In den letzten Jahren waren Goldminenaktien im Nestor Australien mit 20 Prozent gewichtet. Jetzt sind es 35 Prozent. Gold zählt meiner Meinung nach zu den aussichtsreichsten Investments für die kommenden zwölf Monate, nicht zuletzt weil ich eine hohe Inflation erwarte, so Schröder. Seine Top-Empfehlungen aus der Branche: Perseus und Oceana. Perseus besitzt sehr große Ressourcen in Ghana und große Ressourcen in der Elfenbeinküste. Oceana profitiert derzeit enorm davon, dass die Produktionskosten für Goldunternehmen extrem sinken.
Ein weiterer Tipp
Darüber hinaus hält Schröder das Biotechunternehmen Sirtex für kaufenswert. Die Firma, die ein Mittel zur Behandlung von Leberkrebs produziert, ist nach Meinung des Strategen viel zu günstig. Sirtex wird aktuell an der Börse mit dem 10-fachen des Vorsteuergewinns bewertet bei einem 40-prozentigen Gewinnwachstum. Zudem sei Sirtex ein heißer Übernahmekandidat.
Fazit: Spekulative Beimischung
DER AKTIONÄR erwartet, dass der Aufschwung bei Gold und anderen Rohstoffen, zum Beispiel bei Kupfer, anhält. Die Nebenwerte bieten hier ein überdurchschnittliches Potenzial. Darum ist der Nestor Australien eine gute Wahl. Nicht zuletzt wegen der erstklassigen Expertise Wilhelm Schröders. Wegen seines spekulativen Charakters sollte der Fonds dem Depot allerdings nur beigemischt werden.