Andreas Deutsch
Griechenland, Spanien und Co werden die Anleger noch viele Nerven kosten. Obwohl angeschlagen, sollte man Europa nicht abschreiben, sondern auf den richtigen Fonds setzen. Der hp&p://-Euro-Select-Universal zeichnet sich seit Jahren durch Top-Renditen aus. Der Fonds zählt zur europäischen Spitzenklasse.
Um Missverständnisse gleich zu Beginn auszuräumen: Beim hp&p://-Euro-Select-Universal handelt es sich nicht um den einzigen übrig gebliebennen Internetfonds. Der Fonds wurde im Jahr 1999 aufgelegt, also zur Hochphase der New Economy. Damals sollte bis zu 40 Prozent des Fondsvermögens am Neuen Markt investiert werden. Schnee von gestern. Längst legt Fondsmanager Matthias Habbel in die aussichtsreichsten Titel in ganz Europa an. Mit Erfolg: Der Branchendienst Lipper hat den hp&p://-Euro-Select-Universal für seine Wertentwicklung über drei Jahre zum zweiten Mal in Folge zum besten europäischen Aktienfonds gekürt. Bei den Eurofonds Fundclass Grands Prix 2010 in Paris wurde der Aktienfonds mit dem "Best European Fund in Europe" ausgezeichnet.
Gutes Timing
Fondsmanager Habbel steuert sehr viel über die Liquidität. Wenn er zu hohe Risiken für die Börsen sieht, fährt er die Aktienquote umgehend herunter. Ein gutes Timing bewies Habbel zum Beispiel bei der Finanzkrise. "Ende 2007 waren wir schon äußerst skeptisch für Konjunktur und Börse und haben unsere Aktienbestände verringert", sagt Habbel. „Von den Kurseinbrüchen an den Börsen wurde der hp&p://-Euro-Select-Universal somit deutlich weniger getroffen als die meisten anderen Aktienfonds. Erst im März 2009, als die Rallye begann, haben wir die Liquidität zugunsten einer höheren Aktienquote abgebaut."
Top-Leistung
Da Habbel mit seinem Timing nicht immer richtig liegen kann, sind kurzfristige Schwächephasen des Fonds nachvollziehbar. So wie derzeit. Der Grund: Habbel ist bereits seit Ende 2009 wieder skeptisch und hat die Liquidität im Fonds auf 35 Prozent erhöht - zu früh. Langfristig kann der hp&p://-Euro-Select-Universal aber voll überzeugen: In den vergangenen fünf Jahren hat der Fonds 65 Prozent zugelegt. Der Vergleichsindex, der MSCI Europe, kommt im selben Zeitraum lediglich auf ein Plus von 18 Prozent.
Berechtigte Sorgen
Im Moment denkt Habbel noch nicht daran, die Liquidität abzubauen. "Die Situation in Europa ist mit einigen Risiken behaftet", sagt der Stratege, der aktuell auf defensive Branchen wie Telekommuikation, Nahrungsmittel und Versorger setzt. "Unsere große Sorge ist, dass die Staatsinvestitionen jetzt erst einmal deutlich abnehmen. Das liegt unter anderem an den ausgelaufenen Konjunkturprogrammen. Zudem muss in vielen Ländern - nicht nur in Griechenland - drastisch gespart werden."
Europa kommt wieder
Das ändert laut Habbel allerdings nichts an seiner grundsätzlich positiven Einstellung zu Europa. "Die Bedeutung der europäischen Wirtschaft ist enorm", sagt Habbel. "In Europa werden viele Waren hergestellt, die überall auf der Welt gebraucht werden." Zum Beispiel spielt in Sachen Autoproduktion laut dem Experten die Musik zweifellos in der alten Welt. "Sollte der Euro weiter schwächeln, kommt dies dem Export zugute. Das spricht klar für Europa", sagt Habbel.

Europäische Spitzenklasse
Gesunde Skepsis, aber die Chancen, die Europa bietet, immer im Hinterkopf: So lässt sich das Konzept von Matthias Habbel am treffendsten beschreiben. Wer genauso denkt, für den ist der hp&p://-Euro-Select-Universal erste Wahl. Das Kursziel des AKTIONÄRs lautet 82 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 56 Euro gesetzt werden.