Andreas Deutsch
Anko Beldsnijder managt den MainFirst avant-garde Stock seit Jahren sehr erfolgreich. Wer in europäische Qualitätsaktien investieren möchte, kommt an dem Fonds nicht vorbei.
Anko Beldsnijder managt den MainFirst avant-garde Stock seit Jahren sehr erfolgreich. Wer in europäische Qualitätsaktien investieren möchte, kommt an dem Fonds nicht vorbei.
Anko Beldsnijder ist ein außergewöhnlicher Fondsmanager. Er ist souverän, redet stets mit Bedacht. Große Töne wird man von ihm nicht hören. Einer seiner wesentlichen Charakterzüge ist Bescheidenheit. Dabei liefert er schon viele Jahre eine erstklassige Arbeit ab. Seit 15 Jahren ist Beldsnijder jetzt Fondsmanager. Seit fünf Jahren ist er für den MainFirst avant-garde Stock Fund verantwortlich. Die Financial Times Deutschland nannte ihn jüngst treffend den „siegen¬den Holländer“.
Beldsnijder geht shoppen
„Ich bin in der jüngeren Vergangenheit sehr aktiv gewesen an der Börse“, so Beldsnijder. „Es gibt derzeit viele unterbewertete Unternehmen, die stark wachsen.“ Beldsnijder setzt auf Quality-Growth-Titel, das heißt auf Subs¬tanzwerte, die gleichzeitig ein überdurchschnittliches, nachhaltiges Gewinnwachstum aufweisen. Darüber hinaus muss ein Konzern eine dominante Marktposition haben, um ins Portfolio aufgenommen zu werden. Eine weitere Bedingung ist die hohe Qualität des Managements. Ein reger Kontakt mit den Vorstandsetagen europäischer Konzerne versteht sich für Beldsnijder daher von selbst.
Zuletzt hat der Holländer zum Beispiel Heineken gekauft. „Der Brauereikonzern hat eine sehr starke Marktposition und eine starke Kapitalbasis“, sagt er. „Er ist kaum von der Krise betroffen und steigert den Gewinn stets deutlich.“ Auch die Münchener Rück gefällt ihm gut, ebenso Ericsson. „Die Geschäfte der Schweden sind relativ unabhängig von der Wirtschaftskrise“, so Beldsnijder. „Die Münchener Rück ist derzeit so günstig wie lange nicht mehr.“
Blue Chips die bessere Wahl
Beldsnijder ist sich sicher: „Bald wird sich der Wind an der Börse drehen. Die Zeiten für die Unternehmen sind nicht einfach. Wer keine soliden Bilanzen vorweisen kann, wird am Aktienmarkt nicht mehr gefragt sein. Das wird das Comeback der Quality-Growth-Aktien sein.“ Überdurchschnittliche Chancen sieht der Stratege derzeit in den Bereichen Pharma und Rückversicherung. Auch Telekoms seien interessant, ebenso Dienstleister, unter anderem aus dem IT-Segment. Die Finger weglassen würde er derzeit von Banken. „Auch Nebenwerte halte ich für riskant. Die meisten Unternehmen aus der zweiten Reihe haben höhere Schulden als Blue Chips. Darüber hinaus sind die Margen um einiges dünner.“

Anko Beldsnijder managt den MainFirst avant-garde seit Jahren sehr erfolgreich.
Die Zeit wird kommen
Beldsnijders Prognose für die nächs¬ten Monate fällt durchwachsen aus. Das Marktumfeld werde nicht einfach sein. „Aber man muss festhalten: Die Stimmung bei vielen Anlegern ist schlecht. Wer soll also noch verkaufen?“ sagt er. Seiner Meinung nach könnten aktive Fondsmanager eher vom rauen Börsenklima profitieren. „Es würde mich nicht überraschen, wenn Indexfonds ins Hintertreffen geraten. Jetzt könnte die Zeit der Stock-Picker kommen.“
Basisinvestment für jedes Depot
Anko Beldsnijder liefert seit vielen Jahren eine Top-Arbeit ab. Sein Anlagestil sollte sich auch in den kommenden Jahren bewähren. Der MainFirst avant-garde Stock Fund ist ein Basisinvestment für jeden Anlegertyp. Das Kursziel des AKTIONÄRs liegt bei 67 Euro, der Stoppkurs sollte bei 44,50 Euro platziert werden.
