Andreas Deutsch
Was wäre das Leben ohne Alternativen? Langweilig. Das haben auch die Investmentgesellschaften erkannt und weiten ihr Angebot stetig aus. Für die meisten Anleger sind sehr interessante Investments dabei. Zum Beispiel Managed Futures, die ohne Frage vor einer rosigen Zukunft stehen.
Jeden Tag Schnitzel mit Pommes? Vielen Kindern würde dies bestimmt gefallen. Aber jeder Erwachsene weiß: Ausgewogen soll die Ernährung sein. Das gilt auch für die Geldanlage. Wer nur in Aktienfonds investiert, riskiert zu viel. Wer sein komplettes Geld ausschließlich auf dem Tagesgeldkonto parkt, verzichtet auf Rendite. Seit einigen Jahren wächst das Investmentangebot kontinuierlich an. Alles, was über die klassischen Asset-Klassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien hinausgeht, wird unter dem Oberbegriff "alternative Investments" zusammengefasst. Eine klare Abgrenzung ist aber schwierig: Viele traditionelle Fonds setzen Anlageinstrumente ein, die bis vor ein paar Jahren alternativen Investments zugeordnet wurden.
Die Zukunft handeln
Ein alternatives Investment, auf das immer mehr Privatanleger setzen, sind Managed Futures. Hier übernehmen Computer die Arbeit - emotionslos, kühl, ohne sich ablenken zu lassen, verfolgen sie ihr Ziel. Wie der Name schon andeutet, stehen in erster Linie Futures-Kontrakte an den Terminbörsen im Fokus der Managed Futures. Diese Investments werden häufig zu den Hedgefonds-Strategien gezählt. Zu ihren Anlageinstrumenten zählen Zins-, Renten- und Aktienindex-Futures sowie Optionen, aber auch Futures auf Devisen, Rohstoffe oder Agrarprodukte.
Managed Futures wollen bei jedem Trend dabei sein und sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten Gewinne erzielen. Das schaffen sie spielend: In den letzten knapp 30 Jahren hat der viel beachtete Managed-Futures-Index Barclay CTA 2.720 Prozent zugelegt. Der MSCI World kommt in der gleichen Zeit nur auf ein Plus von 730 Prozent.
Dabei, und das ist ein weiterer wesentlicher Vorteil, korrelieren Managed Futures nicht mit Aktien, Anleihen oder anderen Investments. Es kann also sein, dass es am Aktienmarkt rapide bergab geht und Managed Futures gleichzeitig deutlich zulegen. So war es zum Beispiel am Schwarzen Freitag im Oktober 1987. Damals brach der MSCI World um 16 Prozent ein. Am gleichen Tag verbesserte sich der Barclay CTA Index um acht Prozent.
Die Strategie geht voll auf
Eine der Top-Adressen in Sachen Managed Futures ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG. Varengold hat derzeit 13 Managed-Futures-Strategien im Portfolio, die aus einem Universum von 1.400 Managed Futures ausgewählt wurden. Das Varengold-Management orientiert sich bei der Gewichtung der Strategien an drei Größen: Neben der Volatilität am Markt und der Entwicklung der Trendstärke versuchen die Strategen, Klumpenrisiken zu meiden. Mit Erfolg: Der Varengold CTA Hedge hat seit Auflage im Jahr 2001 jedes Jahr mit einem Plus abgeschlossen. Das Kursziel des AKTIONÄRs mit Sicht auf zwölf Monate lautet 150 Euro. Der Stoppkurs sollte bei 115 Euro platziert werden.
Ebenfalls hochinteressant ist ein neues Produkt aus dem Hause Apano. Mit der Managed Futures Anleihe (WKN: LBW 64A) können die Anleger erstmalig in ein Portfolio investieren, das aus verschiedenen renommierten und erfahrenen Managed-Futures-Managern besteht. Die Anleihe bietet zudem Kapitalschutz zum Laufzeitende und ein zweistelliges Renditeziel.