Andreas Deutsch
Kennen Sie noch Sonja Schemmann? Vor einigen Jahren managte sie sehr erfolgreich einen Dividendenfonds bei der DWS und wurde zum Star der Investmentbranche. Nun meldet sie sich mit dem Schroder European Equity Yield eindrucksvoll zurück.
Kennen Sie noch Sonja Schemmann? Vor einigen Jahren managte sie sehr erfolgreich einen Dividendenfonds bei der DWS und wurde zum Star der Investmentbranche. Nun meldet sie sich mit dem Schroder European Equity Yield eindrucksvoll zurück.
Carl Fürstenberg war ein Mann der deutlichen Worte. Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie dann noch Dividende haben wollen, so der berühmte deutsche Bankier (1850-1933). Wie dem auch sei: Die Anleger wollen Dividenden und die Konzerne geben sie ihnen und nicht zu knapp. In diesem Jahr werden allein die 30 DAX-Konzerne insgesamt voraussichtlich 23 Milliarden Euro ausschütten angesichts der schweren Wirtschaftskrise eine immense Summe.
Klar geschlagen
Es ist erwiesen, dass sich Aktien von Unternehmen, die regelmäßig eine Dividende zahlen, besser entwickeln als der Markt. Seit 1999 hat etwa der DivDAX den DAX um 25 Prozentpunkte übertroffen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Dividendenaktien äußerst gefragt: Zum einen sichert eine üppige Rendite den Kurs nach unten ab, zum anderen sichert man sich mit Dividendenaktien wenigstens einen Ertrag, wenn die Aktienkurse schon nicht steigen.
Das Comeback
Ein absoluter Profi in Sachen Dividenden ist Sonja Schemmann. Bis 2005 managte die Strategin mit großem Erfolg einen Dividendenfonds bei der DWS. Seit vier Jahren ist Schemmann in London bei Schroders beschäftigt. Dort zeichnet sie für den Schroder European Equity Yield verantwortlich. Der Fonds investiert in europäische Top-Aktien mit überdurchschnittlicher Dividendenrendite. Im Vergleich zu alternativen Anlageformen, insbesondere Staatsanleihen und Sparanlagen, stehen Aktien mit hoher Dividendenrendite sehr gut da, sagt Schemmann. Die Finanzkrise wird ihrer Meinung nach das Anlegerverhalten merklich verändern. Die Erwartungshaltung in Bezug auf die Performance der Aktienmärkte dürfte sinken, sagt Schemmann. Meiner Meinung nach werden Dividenden damit noch interessanter.
Die Favoriten
Derzeit hat Schemmann den Fonds defensiv positioniert. Überzeugt ist sie unter anderem von der Nahrungsmittel- und der Tabakbranche. Auch Pharmawerte hat die Expertin hoch gewichtet. Hier gibt es derzeit üppige Dividenden, bei denen ich mir sicher sein kann, dass sie gezahlt werden. Darüber hinaus herrscht in der Branche Übernahmefantasie. Die Aktien der Pharmakonzerne haben zudem fast alle einstellige KGVs.
Basisinvestment
Gerade in konservativen Depots sollte ein Dividendenfonds nicht fehlen. Der Schroder European Equity Yield ist hier, nicht zuletzt wegen der Expertise von Sonja Schemmann, erste Wahl. Das Kursziel des AKTIONÄRs lautet 9,50 Euro, den Stopp sollten die Anleger bei 6,90 Euro platzieren.