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"Es bleibt sehr volatil"

Andreas Deutsch

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Aktienexperte Philipp Vorndran von der renommierten Kölner Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch erklärt im Interview mit dem AKTIONÄR, was die Anleger jetzt tun sollten und welche Aktien seiner Meinung nach ein klarer Kauf sind.

Aktienexperte Philipp Vorndran von der renommierten Kölner Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch erklärt im Interview mit dem AKTIONÄR, was die Anleger jetzt tun sollten und welche Aktien seiner Meinung nach ein klarer Kauf sind.

DER AKTIONÄR: Herr Vorndran, der DAX hat deutlich zugelegt in den vergangenen Wochen. Wie geht es weiter?

Philipp Vorndran: Meiner Meinung nach werden wir in den kommenden Monaten weiterhin eine hohe Volatilität sehen. Ich denke, der DAX wird sich in einer breiten Handelsspanne zwischen 3.800 und 5.000 Punkten bewegen. Das ist auch unsere Handelsanweisung: Wir verkaufen, wenn es in Richtung 5.000 Zähler geht und kaufen zu, wenn der DAX Richtung 3.800 Stellen fällt.

Wie geht es mit der Konjunktur weiter?

Unsere Position bei Flossbach & von Storch unterscheidet sich klar von der breiten Masse. Wir erwarten, dass die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht anzieht – bedingt durch die ganzen Stimuli seitens der Regierung und der Umkehrung des Lagerzyklusses . Im kommenden Jahr, wenn die Maßnahmen – wie zum Beispiel die Abwrackprämie – verpufft sind, wird es zu Rücksetzern kommen. Künftig werden wir in den entwickelten Volkswirtschaften wieder deutlich höhere Sparquoten sehen – in den USA etwa um die acht, in Deutschland um 13 bis 14 Prozent. Und das geht natürlich klar auf Kosten des Konsums.

Philipp Vorndran ist einer der renommiertesten Aktienexperten in Deutschland.

Dann geraten zwangsläufig noch mehr Unternehmen unter großen Druck. Soll der Staat Konzerne retten?

Nein, das sollte er lassen. Ich plädiere für ein effektives Insolvenzrecht. In diesem Verfahren sollten etwa Firmenteile, die wettbewerbsfähig sind, schnell herausgelöst werden können. Sie könnten von Investoren, Konkurrenten oder durch Management-Buy-outs übernommen werden. Hierfür sollte dann der Staat Geld zur Verfügung stellen. Vorher nicht.

Kommen wir noch einmal auf den Aktienmarkt zu sprechen. Wie sind Sie derzeit positioniert?

Wir sind aktuell mit 80 Prozent der Zielquote investiert. Wir haben eine defensive Positionierung bei der Titelselektion. Banken und Versicherungen meiden wir komplett. Die Risiken sind einfach nicht abzuschätzen.

Welche sind denn Ihre derzeitigen Top-Empfehlungen?

Mir gefallen aktuell Aktien mit einer hohen Dividendenrendite gut – etwa Deutsche Telekom oder France Télécom. Auch die Energiebranche ist attraktiv. Ich denke, die Energiekrise wird uns sehr schnell wieder einholen. Deswegen sind etwa Exxon oder Transocean kaufenswert. Darüber hinaus ist Sanofi ein Top-Wert. Das Unternehmen ist eines der solidesten Pharma-Investments. Auch Microsoft gefällt mir auf dem aktuellen Niveau sehr gut.

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