100 Prozent mit Aktien, Anleihen und Derivaten

Michael Herrmann

Mit dem richtigen Mix aus Aktien, Derivaten und Anleihen lässt dieser Fonds die deutschen Aktienindizes deutlich hinter. Seit der Auflage hat das Fondsmanager-Duo den Einsatz der Anleger mehr als verdoppelt.

Rien ne va plus - nichts geht mehr. Roulette ist der Klassiker unter den Glücksspielen. Mit einer Wette auf Rot oder Schwarz lässt sich dabei schnell der Einsatz verdoppeln. Das Risiko eines Totalverlusts liegt allerdings bei über 50 Prozent.

Indizes chancenlos

Mit deutlich geringerem Risiko haben die Anleger des Deutsche Aktien Total Return (ISIN: LU0216092006) ihren Einsatz verdoppelt. Die Fondsmanager Albrecht von Witzleben und Christian Krahe haben seit der Auflage des Fonds vor rund sechs Jahren ein Plus von 102 Prozent erzielt. Mit dem Gespür für die richtige Mischung aus deutschen Aktien sowie Derivaten und Unternehmens- und Wandelanleihen haben sie die deutschen Aktienindizes deutlich hinter sich gelassen. Das Plus des DAX beträgt im gleichen Zeitraum nur 58 Prozent, das des SDAX sogar lediglich 47 Prozent. Darüber hinaus ist die Wertentwicklung des Fonds deutlich stabiler.

Völlige Freiheit

Die deutschen Aktienindizes dienen zwar als Vergleichswert für die Performance, bei der Zusammensetzung des Portfolios hat das Fondsmanagement allerdings vollkommene Freiheit. Diese nutzen von Witzleben und Krahe geschickt aus. Aufgrund der ausgezeichneten Situation vieler deutscher Unternehmen haben die Fondsmanager Mitte des vergangenen Jahres damit begonnen, den Aktienanteil von rund 30 auf über 50 Prozent zu erhöhen.

Vorsichtig optimistisch

In den vergangenen Wochen sind von Witzleben und Krahe aber wieder vorsichtiger geworden. "Grundsätzlich sind wir zwar weiter positiv gestimmt. Gerade im deutschen Nebenwertebereich gibt es nach wie vor attraktive und unterbewertete Aktien", erläutert Christian Krahe. "Die europäische Schuldenkrise sowie die enttäuschende US-Konjunktur sollten aber nicht außer Acht gelassen werden."

Um den erhöhten Risiken Rechnung zu tragen, haben die beiden Fondsmanager in den vergangenen Wochen den Aktienanteil auf 45 Prozent reduziert. Zudem wurden Absicherungen durch Derivate aufgebaut. Staatsanleihen gehören momentan nicht zum Portfolio des Fonds.

Der Erfolg gibt den Fondsmanagern recht. In einem schwierigen Umfeld hat der Deutsche Aktien Total Return seit Jahresbeginn ein Plus von rund sechs Prozent erzielt und damit den DAX erneut geschlagen.

Aktienfavorit aus dem SDAX

Trotz des erhöhten Anleihenanteils bleibt der deutsche Autovermieter Sixt die größte Position des Fonds. "Sixt hat eine hervorragende Marktposition und ist besser als die Konkurrenz durch die Krise gekommen", so Krahe. Zudem stünde seit dem Wechsel des Finanzvorstandes die Marge wieder stärker im Fokus.

Die Einsätze, bitte!

Von Witzleben und Krahe spielen ihre Freiheiten als Manager des Deutsche Aktien Total Return gekonnt aus. Der offensive Mischfonds ist einen kleinen Einsatz wert. Das Kursziel lautet 137,50 Euro. Ein Stoppkurs bei 85 Euro sichert die Position ab.

Aktien-Reports

Weitere Artikel zum Thema

Die Gesundheitsausgaben schnellen weltweit in die Höhe. Durch den steigende Wohlstand in den Schwellenländern und die alternde Gesellschaft steigen die Ausgaben weiter rasant an. Statt Verwaltung zweiter Klasse bekommen Anleger beim Apo Medical Opportunities den besten Fonds seiner Klasse....mehr
Citigroup, Google, Lockheed Martin, Nintendo, Sega und Sony: Fast täglich wird derzeit ein neues prominentes Unternehmen Opfer von Hackerattacken. Für Anleger ergibt sich dadurch ein vielversprechendes Investmentthema....mehr

DAX

Tops & Flops

TECDAX

Tops & Flops

MDAX

Tops & Flops

SDAX

Tops & Flops

Share/Bookmark
Anzeige
Anzeige

Weitere DER AKTIONÄR Dienste