Stefan Limmer
Die Japaner ziehen die Notbremse. Die japanische Notenbank hat ihre Ankündigung in die Tat umgesetzt und am Devisenmarkt interveniert. Zu Beginn der Handelswoche springt der Kurs des Währungspaares US-Dollar/Japanischer Yen daher um rund fünf Prozent in die Höhe.
Bereits in der letzten Woche kündigte der japanische Finanzminster Azumi an, dass eine Intervention am Devisenmarkt kurz vor der Tür steht. Der Grund: Im letzten halben Jahr ist der Dollar gegenüber dem Yen um mehr als sieben Prozent gefallen. Durch die massive Aufwertung des Yens geriet die japanische Exportindustrie immer mehr in Bedrängnis.
Auf Nachkriegstief
Am Montag in den frühen Morgenstunden zog Japan dann die Notbremse. Der USD/JPY-Kurs war zuvor im asiatischen Handel auf unter 75,70 Yen und somit auf den tiefsten Stand der Nachkriegszeit gefallen. In Folge der Intervention stieg die USD/JPY-Notierung innerhalb weniger Minuten um rund fünf Prozent auf ein 3-Monats-Hoch. Azumi kündigte an, dass Japan solange intervenieren werde, bis man „zufrieden“ sei. Bereits zwei Mal versuchten die Japaner in diesem Jahr durch Interventionsmaßnahmen den Höhenflug der eigenen Währung zu beenden. Beide Male war der Erfolg nur von relativ kurzer Dauer. Anleger, die der Empfehlung vom AKTIONÄR gefolgt sind, sollten daher die Gewinne mitnehmen.
