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Silber sticht Gold

Thomas Bergmann

Die Anleger flüchten aus Angst vor einer Eskalation der Verschuldungskrise in Gold-Investments. Im Windschatten von Gold kann auch Silber zulegen - und das deutlich schneller.

Alles redet derzeit von Gold und davon, dass Gold von Hoch zu Hoch eilt. Fast schon in Vergessenheit geraten ist bei der ganzen Euphorie das Thema Silber. Dabei steht das weißlich glänzende Edelmetall seinem großen Bruder in Sachen Performance in nichts nach. Im Jahr 2009 kletterte der Silberpreis um 48 Prozent und überflügelte den Goldpreis deutlich, der sich lediglich um 24 Prozent erhöhte. Auch 2010 hatte Silber lange zeit die Nase vorne, bevor die Edelmetalle Ende April stark korrigierten.

Rekordnachfrage

Der zwischenzeitliche Anstieg auf den höchsten Stand seit März 2008 liegt insbesondere in einer hohen Investorennachfrage begründet. Der Edelmetallbestand des weltweit größten Silberfonds, des iShares Silver Trust, meldete vor Kurzem einen Anstieg der Bestände von 27,4 Tonnen auf 9.115 Tonnen. Dieser Trend sollte sich fortsetzen: Die Beratungsfirma CPM sagt in ihrem Silver Yearbook 2010 voraus, dass die Investoren im laufenden Jahr rund 214 Millionen Unzen kaufen werden. Das sei die höchste Nachfrage seit 30 Jahren.

Ein anderer Indikator für einen steigenden Silberpreis ist das nach wie vor hohe Gold-Silber-Ratio, also das Verhältnis zwischen dem Wert einer Gold- und einer Silberunze. Das Ratio lag im letzten Jahrhundert lange Zeit bei 15:1, aktuell liegt das Verhältnis bei etwa 67.

Glänzende Vorzeichen

Bei den Edelmetallen stehen die Ampeln weiterhin auf Grün. Denn trotz der jüngsten Rettungsaktionen in Europa ist die Verunsicherung unter den Anlegern noch groß, entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Gold und Silber. Wer auf steigende Silberkurse mit einem Hebelprodukt spekulieren will, greift auf den Mini-Long der BNP Paribas mit der WKN BN3 ZSH zurück. Das Papier hat einen Hebel von 4,0, die Knock-out-Schwelle liegt derzeit bei 14,2107 Dollar je Feinunze.

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