Ölpreise: Verschnaufen nach starken Zugewinnen
Nachdem die Ölpreise zum Ende vergangenen Woche noch eine kleine Rallye gestartet haben, gönnen sie sich zu Wochenbeginn nun eine Verschnaufpause. Der seit Monaten andauernde Seitwärtstrend bleibt jedoch weiter bestehen.
Die Ölpreise haben am Montag moderate Verluste verzeichnet. Im ruhigen Marktumfeld ohne wesentliche fundamentale Impulse sprachen Händler von einer Gegenbewegung nach den kräftigen Gewinnen vom Wochenausklang. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung kostete gegen Mittag 108,28 US-Dollar. Das waren 66 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) fiel um 35 Cent auf 91,05 Dollar.

Starker Wochenschluss
Nach Einschätzung von Commerzbank-Rohstoffexperte Eugen Weinberg spielen externe Faktoren wie Aktienmärkte und der Dollar-Wechselkurs derzeit eine größere Rolle als die Fundamentaldaten am Ölmarkt. Zudem stehe der seit Monaten andauernde Streit zwischen Sudan und Südsudan um Durchleitungsgebühren kurz vor einer Lösung.
Am vergangenen Freitag hatten die Ölpreise nach unerwartet robusten Konjunkturdaten aus den USA die stärksten Gewinne seit zwei Wochen verzeichnet. Ein überraschend starker Anstieg der Zahl der Beschäftigten sorgte für einen Hoffnungsschimmer am Arbeitsmarkt der größten Volkswirtschaft der Welt.

Mit Turbo spekulieren
Ein nachhaltiger Ausbruch gelingt dem Ölpreis derzeit nicht. Anleger, die weiterhin von einer breiten Seitwärtsbewegung ausgehen, liegen bei Inline-Optionsscheinen goldrichtig. Ein Einstieg bietet sich beispielsweise beim Schein mit der WKN SG2 1SW an. Bleibt der Preis für die Rohölsorte Brent bis zum 14. Juni 2013 in der Range von 70 bis 155 Dollar, erzielen Anleger mit dem Produkt eine Rendite von mehr als 40 Prozent. Doch Vorsicht: Andernfalls kommt es zum Totalverlust.
Mit Material von dpa-AFX
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