Ölpreise: Ist der Sturm vorbei?
In den vergangenen Tagen stand der Ölpreis ganz im Zeichen des Tropensturms „Isaac“. Zuletzt ließ dessen Kraft allerdings nach genau wie der Aufwärtsdrang von Brent und WTI.
Die Ölpreise haben sich am Donnerstag uneinheitlich entwickelt. Der Einfluss des Tropensturms "Isaac" habe deutlich nachgelassen, sagten Händler. Während US-Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) weiter von den am Vortag veröffentlichten Lagerdaten belastet wurde, konnte die Nordeesorte Brent im Preis zulegen. Spätnachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) Brent mit Auslieferung im Oktober 113,17 US-Dollar. Das sind 63 Cent mehr als am Vortag. Das Fass WTI verbilligte sich um 26 Cent auf 95,23 Dollar.

Weniger Schaden als befürchtet
Nachdem der Ölmarkt in den vergangenen Tagen im Bann von "Isaac" stand, hat sich der Sturm zuletzt weiter abgeschwächt und gilt nun nicht mehr als Hurrikan. Das Unwetter scheine in der Ölindustrie im Golf von Mexiko nur begrenzte Schäden angerichtet zu haben, sagten Experten der Commerzbank. Die Produktion dürfte rasch wieder aufgenommen werden.
Belastend für den WTI-Preis waren zudem die US-Lagerdaten, die das US-Energieministerium gestern Nachmittag vorgelegt hatte und die das Bild des American Petroleum Institute bestätigten: In der abgelaufenen Woche waren die Rohöllager kräftig um 3,8 Millionen Barrel gestiegen. Die Vorräte liegen damit 7,5 Prozent höher als der Fünf-Jahresdurchschnitt und waren zu dieser Jahreszeit so hoch wie zuletzt im Jahr 1990.

Interessanter Einstieg
In der aktuellen Phase bietet sich weiterhin ein Einstieg im Inline-Optionsschein der Société Générale mit der WKN SG2 1SW an. Wichtig ist, dass der Preis für die Rohölsorte Brent bis zum 14. Juni 2013 in der Range von 70 bis 155 Dollar bleibt. Ansonsten droht Totalverlust. Derzeit ist bis zu dieser Hürde aber noch mehr als 40 Dollar Luft.
Mit Material von dpa-AFX.
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