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Ölpreis-Anstieg: Commerzbank verrät die Gründe

Marion Schlegel

Nach den deutlichen Zugewinnen in den vergangenen Wochen legt der Ölpreis derzeit eine Verschnaufpause ein. Zuletzt erreichten Brent- und WTI-Öl neue Zwischenhochs.

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Die Öl­prei­se sind am Mitt­woch ins Mi­nus ge­dreht. Nach den deut­li­chen Auf­schlä­gen am Vor­tag sei die Ri­si­ko­freu­de an den Märk­ten wie­der et­was ge­sun­ken, sag­ten Händ­ler. Ein Bar­rel (159 Li­ter) der Nord­see­sor­te Brent kos­te­te am Nachmittag 114,21 US-Dol­lar. Das sind 43 Cent we­ni­ger als am Vor­tag. Das Bar­rel der US-Sor­te WTI (West Te­xas In­ter­me­dia­te) ver­bil­lig­te sich um 7 Cent auf 96,77 Dol­lar.

Neue Zwischenhochs

Am Morgen hatten unerwartet schwache Daten zum japanischen Außenhandel die Stimmung an den Finanzmärkten gedrückt. Dennoch mussten die Ölpreise bislang nur einen geringen Teil ihrer deutlichen Vortagesgewinne abgeben. Am Dienstag war der Preis für US-Öl auf den höchsten Stand seit Mitte Mai geklettert. Der Brent-Preis hatte sogar den höchsten Stand seit Anfang Mai erreicht.

Nach Einschätzung der Commerzbank lassen sich mehrere Faktoren für diese Entwicklung verantwortlich machen: Produktionsausfälle in der Nordsee, Sanktionen gegen den Iran, Spekulationen auf Stimulierungsmaßnahmen der Zentralbanken und zunehmende geopolitischen Spannungen, nennen die Experten in einer Analyse als Gründe.

Für Europa komme erschwerend hinzu, dass der Euro wegen der Schuldenkrise deutlich schwächer sei als noch zu Jahresbeginn, so die Experten. All dies führe dazu, dass der Benzinpreis in Euro nur noch knapp unter dem Rekordhoch aus dem Frühjahr notiere und sich entsprechend in den Tankstellenpreisen niederschlage.

 

Breite Range

DER AKTIONÄR schließt einen höheren Ölpreis in den kommenden Monaten zwar nicht aus, sieht das Upside-Potenzial aber begrenzt. Ein interessantes Investment ist weiterhin der Inline-Optionsschein mit der WKN SG2 1SW. Wichtig ist, dass der Preis für die Rohölsorte Brent bis zum 14. Juni 2013 in der Range von 70 bis 155 Dollar bleibt. Ansonsten droht Totalverlust. Derzeit ist bis zu dieser Hürde aber noch mehr als 40 Dollar Luft.

Mit Material von dpa-AFX.

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