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Ölpreis: Profiteur von gefährlicher Straße

Marion Schlegel

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben dem Ölpreis zu leichten Zugewinnen verholfen. Der Iran drohte zuletzt damit, die Straße von Hormus für den Öltransport zu blockieren. Anleger positionieren sich auf der Long-Seite.

Steht der Ölpreis vor einer massiven Hausse? Die Chancen sind in der vergangenen Woche gestiegen - wenngleich der Anlass dazu alles andere als erfreulich ist. Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA nehmen immer mehr zu. Der iranische Vizepräsident drohte, nicht ein Tropfen Öl werde die Straße von Hormus passieren, sollte der Westen tat­sächlich Sanktionen gegen die Ölexporte des Landes verhängen. Und dass es sich dabei nicht um eine leere Drohung han­delt, das demonstriert gleich die Marine: In einem Manö­ver probt man die Blockade des Seeweges. Die Meerenge gilt als Nadelöhr für Ölexporte am Persischen Golf. Freilich, die Ant­wort der US-Behörden ließ nicht lange auf sich warten: Es werde keine Unterbrechung geduldet, heißt es dort. „Der un­gehinderte Fluss von Waren und Dienstleistungen durch die Straße von Hormus ist für den Wohlstand der Region und der Welt lebensnotwendig", sagte ein Sprecher der Fünften Flot­te, die im Golfkönigreich Bahrain stationiert ist. Setzt der Iran seine Drohung in die Tat um, könnte dies leicht zu einer militärischen Auseinandersetzung führen.


Spekulative Long-Chance
Der Ölpreis hat nur kurzfristig auf die Drohung reagiert. Of­fen­sichtlich glaubt der Markt derzeit nicht, dass der Iran wirk­lich handelt. Dennoch: Die Drohung ließe sich leicht in die Tat umsetzen. Und die Unsicherheiten dürften den Ölpreis stüt­zen. Anleger positionieren sich auf der Long-Seite mit dem Schein der Commerzbank mit der WKN CM9 8D9 (akt. Kurs: 11,32 Euro, Hebel: 7,2).

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