Der Goldpreis kann derzeit nicht von der anhaltenden Schuldenkrise in Europa profitieren. Das Rekordhoch ist mittlerweile rund 300 Dollar entfernt.
Eigentlich spricht das fundamentale Umfeld derzeit klar für steigende Goldnotierungen. So ist eine umfassende Lösung der Euro-Schuldenkrise noch immer in weiter Ferne. Zuletzt hat die Ratingagentur Moody´s die Bonität Spaniens um zwei Stufen gesenkt. Und auch mit einer Herabstufung Frankreichs wurde bereits gedroht. Im charttechnischen Bild spiegelt sich dies jedoch keineswegs wider. Zuletzt scheiterte der Goldpreis am kurzfristigen Abwärtstrend sowie dem Widerstand im Bereich von 1.700 Dollar je Feinunze. Seitdem läuft die Notierung geradewegs auf die Kreuzunterstützung aus mittelfristigem Aufwärtstrend, 200-Tage-Linie und dem horizontalen Support bei 1.577,57 Dollar zu. Kann diese nicht verteidigt werden, wäre kurzfristig ein weiteres Abrutschen bis in den Bereich von 1.450 Dollar möglich. Andererseits würde ein Sprung über den kurzfristigen Abwärtstrend ein erstes Kaufsignal liefern.
Stopp beachten
Derzeit fehlt eine klare charttechnische Richtungsvorgabe. Langfristig stehen die Ampeln beim Goldpreis aber nach wie vor auf grün. Anleger, die im Mini-Long mit der WKN VT0DKJ (akt. Kurs: 4,05 Euro, Hebel: 2,9) investiert sind, lassen deswegen ihre Gewinne laufen, sollten aber den Stoppkurs bei 3,40 Euro im Auge behalten.
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