Marion Schlegel
Gold und Silber zeigten in der vergangenen Woche enorme Stärke. Beflügelt wurden die Notierungen von schwachen US-Konjunkturdaten sowie einer enorm hohen Nachfrage nach Edelmetallen. Gold befindet sich mittlerweile bereits in Lauerstellung zum bisherigen Allzeithoch. Silber hat eine wichtige charttechnische Marke durchbrochen und damit ein Kaufsignal generiert.
Der Goldpreis drängt weiter nach oben. Die Konsolidierung zu Wochenbeginn wurde durch ein eindrucksvolles Intraday-Reversal am Dienstag mehr als wett gemacht. Nun steuert das Edelmetall direkt in Richtung des bisherigen Allzeithochs bei 1.265,30 Dollar, das im Juni markiert wurde. Die jüngste Aufwärtsbewegung wurde durch erneut schwache US-Konjunkturdaten begünstigt, die das Vertrauen der Anleger in die Erholung der Wirtschaft schwinden ließen. Zudem stufte Standard & Poor's das Kreditrating Irlands auf AA- herab, was das ohnehin große Interesse der Anleger am sicheren Hafen Gold noch verstärkte.

Anleger heiß auf Gold
So zog die Investmentnachfrage gemäß dem Quartalsbericht des World Gold Council (WGC) im zweiten Quartal auf 534,4 Tonnen an, nach 245,4 Tonnen im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Gesamtnachfrage nach Gold kletterte um 34 Prozent auf 1.050 Tonnen. Das WGC rechnet damit, dass auch im weiteren Jahresverlauf die Nachfrage nach dem Edelmetall hoch bleiben wird. Vor allem Indien und China werden auf der Käuferseite autreten. Auch bei den Investoren werde Gold als Kriseninvestment weiterhin beliebt sein, so das WGC. Der in Ausgabe 20/09 empfohlene Gold-Turbo mit der WKN DR2 AQM (akt. Kurs: 42,63 Euro) notiert mittlerweile mehr als 200 Prozent im Plus. Anleger sollten in jedem Fall weiter mit einem Stopp bei 29,50 Euro investiert bleiben.

Silber vor großer Aufholjagd
Auch das Interesse an Silber ist enorm hoch. Insbesondere in Indien stieg die Nachfrage zuletzt deutlich an. Allein im ersten Halbjahr 2010 kletterten die Silberimporte dort im Vergleich zum Vorjahr um 579 Prozent. Vor allem in ländlichen Gebieten steht das Edelmetall hoch im Kurs, da sich viele dort das teure Gold nicht leisten können. Silber gilt als „Gold des kleinen Mannes". Der Silberpreis dürfte dann durch die Investmentnachfrage breiter Bevölkerungsschichten getrieben werden, für die das Goldinvestment zu teuer ist. Silber verfügt also über ein enormes Wertsteigerungspotenzial. Experten rechnen noch in diesem Jahr mit Silberpreisen von 25 Dollar (akt. Kurs: 18,99 Euro). Zuletzt hat das Edelmetall bereits den Widerstand bei 18,70 Dollar nach oben durchbrochen. Anleger sollten deswegen weiter im vom AKTIONÄR in Ausgabe 09/10 empfohlenen Turbo-Bull mit der WKN SG1 B2C investiert bleiben.
Welche Silberaktie ebenfalls deutlich an Wert gewinnen dürfte, erfahren Sie im neuen großen Spezialreport "Goldrichtig! Mit dieser Silberperle die Edelmetall-Rallye hebeln", den Sie hier abrufen können.