Goldpreis: Wie weit geht die Talfahrt?
Auch in der neuen Woche muss der Goldpreis weitere Verluste einstecken. Mittlerweile hat sich das Edelmetall bereits recht deutlich von der Marke von 1.600 Dollar entfernt. Insbesondere der wieder erstarke Dollar belasten.
Die Eurokrise kocht wieder hoch und eigentlich, so sollte man auf den ersten Blick meinen, müsste der Goldpreis davon profitieren. Doch weit gefehlt. Der Goldpreis kam zuletzt weiter unter Druck. Statt in Gold flüchteten die Anleger offensichtlich in den Dollar - und das erschwert eine Gold-Hausse. Zudem dürfte der etwas unter Druck geratene Ölpreis auch die Inflationssorgen etwas aus dem Markt getrieben haben, weswegen Gold zumindest vorübergehend den Reiz als Schutz vor einer Geldentwertung verloren hat. Doch es gibt auch Lichtblicke für den Goldpreis: Die Einfuhren in China sind von Februar auf März um nahezu 60 Prozent in die Höhe geschossen. Und das Interesse von dort dürfte auch weiterhin hoch bleiben.

Stoppkurs beachten
Charttechnisch betrachtet bewegt sich der Goldpreis nach wie vor im seit Anfang März ausgebildeten Abwärtstrendkanal. Die nächste wichtige charttechnische Unterstützung wartet im Bereich des Dezembertiefs 2011 bei etwa 1.522 Dollar. Diese könnte nun durchaus getestet werden - derzeit kostet eine Feinunze 1.557,80 Dollar -, mittelfristig dürfte Gold jedoch seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Mittlerweile ist auch der empfohlene Mini-Long aus dem Hause Vontobel mit der WKN VT0 DKJ nahe an den vom AKTIONÄR ausgegeben Stoppkurs bei 3,40 Euro herangelaufen. Dieser sollte in jedem Fall beachtet werden. Derzeit steht noch ein Plus von gut 50 Prozent zu Buche. Ein Neueinstieg bietet sich erst bei einem positiven charttechnischen Signal an.
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