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Gold: Massive Trendwende oder Kaufchance?

Marion Schlegel
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Der Goldpreis ist zuletzt unter die psychologisch wichtige Marke von 900 Dollar gerutscht. Spekulationen über größere Verkäufe seitens des Internationalen Währungsfonds sowie aufkeimender Konjunkturoptimismus haben Gold vorerst auf das Abstellgleis befördert. Dennoch – die Motoren laufen noch.

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Der Goldpreis ist zuletzt unter die psychologisch wichtige Marke von 900 Dollar gerutscht. Spekulationen über größere Verkäufe seitens des Internationalen Währungsfonds sowie aufkeimender Konjunkturoptimismus haben Gold vorerst auf das Abstellgleis befördert. Dennoch – die Motoren laufen noch.

Der Goldpreis ist zuletzt deutlich unter Druck gekommen und in diesem Zug auch unter die 900-Dollar-Marke gerutscht. Grund für die Schwäche waren die zuletzt wiedererstarkten Aktienmärkte sowie aufkeimender Konjunkturoptimismus, die Gold als sicheren Hafen weniger interessant machen. Zudem gab es Spekulationen über offizielle Goldverkäufe, über die auf dem G20-Gipfel diskutiert worden sein soll. Demnach solle dem Internationalen Währungsfonds (IWF), nach der amerikanischen Notenbank und der Deutschen Bundesbank der weltweit drittgrößte Goldhalter, der Verkauf von zusätzlichem Gold erlaubt werden. Damit soll die Institution wieder auf ein solides finanzielles Fundament gestellt werden. Zweck dürfte aber wohl auch sein, den Goldpreis niedrig zu halten und damit die Stabilität des Papiergeldsystems zu gewähren. Interessant dürfte zudem werden, ob nun auch Regierungen beginnen, ihre Goldbestände zu verkaufen, um diverse Konjunkturprogramme zu finanzieren.

Investmentnachfrage stagniert

Bei diesen Vorgaben verwundert es nicht, dass die Investmentnachfrage, die im ersten Quartal einen Großteil des Preisanstiegs zu verantworten hatte, momentan stagniert. Die Goldbestände des weltgrößten Exchange Traded Fund (ETF) auf Gold, SPDR Gold, verharren momentan bei gut 1.100 Tonnen. Können sich die Weltmärkte in nächster Zeit weiter festigen, ist von dieser Front zunächst mit keinen Impulsen zu rechnen.

Fakten sprechen für Gold

Dennoch – ob die Finanz- und Wirtschaftskrise tatsächlich schon vorüber ist, ist mehr als fraglich. Zudem müsste man schon von schier unglaublichem Glück reden, wenn das wahllose Gelddrucken der Notenbanken nicht doch zu einem deutlichen Anstieg der Inflation führen und Gold wieder zum Mittel der Wahl werden würde. Zudem darf man die zunehmende Angebotsverknappung bei Gold sowie das anziehende Interesse aus China als enormen Nachfragefaktor nicht außer Acht lassen.

So handeln Sie richtig

Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Goldpreis ähnlich wie zwischen Mitte 2006 und Mitte 2007 in einer ausgedehnten Korrekturphase. Zuletzt rutschte die Notierung auch unter die Begrenzung des kurzfristigen Aufwärtstrendkanals, so dass zunächst mit einer Fortsetzung der Korrekturbewegung zu rechnen ist. Unterstützung erhält der Goldpreis von der 200-Tage-Linie, die bei knapp 860 Dollar verläuft. Durchaus möglich ist aber auch ein weiterer Rücksetzer bis in den Bereich von 800, vielleicht sogar 750 Dollar. Spätestens dann dürfte der Goldpreis aus den oben genannten Gründen nicht nur das Abstellgleis verlassen, sondern ordentlich die Motoren aufheulen lassen. Rohstoff-Experten wie Jim Rogers halten in den nächsten Jahren Goldpreis jenseits der 2.000 Dollar für möglich. (DER AKTIONÄR berichtete: „Gold bald über 2.000 Dollar“). Die momentane Seitwärtsbewegung ist also eine hervorragende Möglichkeit, um die Goldinvestments nach und nach aufzustocken. Spekulative Anleger setzen auf den MINI-Long der BNP Paribas mit der WKN BN2 TDX (Hebel 7,2). Vorsichtigere Anleger legen sich das Quantozerifitkat von Goldman Sachs mit der WKN GS7 2X2 ins Depot.

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