Thorsten Küfner
Gold verliert – ähnlich wie alle anderen Edelmetalle – im heutigen Handel deutlich an Wert. Damit trübt sich das Chartbild weiter ein. Mittlerweile ist sogar der seit Anfang des Jahres intakte Aufwärtstrend in Gefahr.
Die Edelmetalle verlieren in einem ohnehin schwachen Marktumfeld deutlich an Wert. Wie alle anderen Rohstoffe leiden die Kurse auch hier unter dem weiter steigenden US-Dollar. Beim Goldpreis sorgt zudem das eingetrübte Chartbild für Abgabedruck. Zunächst scheiterte der Kurs am Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend. Anschließend durchbrach die Notierung die psychologisch wichtige Marke von 1.700 Dollar und den kurzfristigen Abwärtstrend nach unten. Mittlerweile ist nun sogar der seit Anfang des Jahres intakte Aufwärtstrend in Gefahr. Wird auch dieser Trend gebrochen, könnte es zu weiteren Korrekturen kommen.
Keine Panik
Selbst im Falle einer weiteren charttechnischen Eintrübung bleibt Gold einer der wenigen verbliebenen sicheren Häfen. Angesichts der Tatsache, dass die Notenbanken weltweit ihre Politik des billigen Geldes aufrechterhalten und durch den Kauf von Staatsanleihen den Markt mit Liquidität fluten, bleibt die Gefahr steigende Inflationsraten trotz der erwarteten Abkühlung der Weltkonjunktur bestehen. Davon dürften die Kurse der Edelmetalle - und dabei in erster Linie der Goldpreis - mittel- bis langfristig erheblich profitieren.

Goldaktien bleiben Kaufkandidaten
Anleger die sich den im Juli empfohlenen Mini-Long (open end) aus dem Hause Vontobel (WKN VT0 DKJ; Hebel: 2,8; Knock-out-Schwelle: 1.093 Dollar) ins Depot gelegt haben, sollten weiterhin dabeibleiben. Der Stopp sollte bei 3,40 Euro belassen werden).
Wem die Spekulation mit Knock-out-Scheinen zu riskant ist, kann auf die Aktien der Goldproduzenten ausweichen. So sind derzeit beispielsweise die Titel der Branchengrößen Barrick Gold oder Newmont Mining historisch günstig bewertet und bieten eine sehr gute Einstiegschance.