Thomas Bergmann
Die Herabstufung der griechischen Staatsanleihen hat in Europa leichte Schockwellen ausgelöst. DAX & Co sind gestern noch kräftig eingebrochen. Anders der der Goldpreis: Investoren flüchten scharenweise in das glänzende Edelmetall.
Die Meldung lief gestern um kurz vor 17 Uhr über den Ticker: Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft die Bonität des Mittelmeerlandes auf BB+/B herab. Die griechischen Anleihen haben somit fortan Ramschstatus. Auch das Rating für Portugal wurde gesenkt. Die Auswirkungen dieser Meldung sind heute noch zu spüren. DER DAX ist heute Morgen unter die Marke von 6.100 Punkten gefallen.
Gold haussiert
Im Gegensatz zu den Aktienkursen ist der Goldpreis nach dieser Nachricht massiv angesprungen. Kurz vor Mitternacht wurde die Feinunze bei 1.172 Dollar gehandelt - dem höchsten Stand in diesem Jahr. Zwar hat sich die Lage auf den Metallmärkten zwischenzeitlich wieder beruhigt, doch steht der Goldpreis mit etwa 1.165 Dollar immer noch deutlich höher als gestern Mittag.
Charttechnisch betrachtet hat Gold jetzt den letzten Widerstand auf dem Weg zum Allzeithoch bei 1.225 Dollar beseitigt. Angesichts der Finanzprobleme in mehreren europäischen Staaten dürfte die Unsicherheit bei den Investoren auch nicht abnehmen und die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen zunehmen.

Hebel auf Gold
Gold hat wieder einmal eindrucksvoll seine Rolle als Krisenwährung bestätigt. Es ist deshalb zu erwarten, dass die Feinunze in den nächsten Wochen einen neuen Anlauf auf das Rekordhoch nimmt. Als Alternative zum Partizipationszertifikat bietet sich ein Hebelprodukt an. Der Turbo-Optionsschein von BNP Paribas mit der WKN BN3 2V1 beispielsweise hat bei einem aktuellen Briefkurs von 9,57 Euro einen Hebel 9,3. Der Basispreis liegt bei 1.042,62 Dollar. Der Stoppkurs sollte bei 7,50 Euro platziert werden.