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Euro/US-Dollar: Zwischen Hoffen und Bangen

Stefan Limmer

Der Euro fährt Achterbahn. Fast so rasant wie der Kurs am Mittwoch nach unten rauschte, steigt die europäische Leitwährung am Donnerstag wieder. Nachdem in den letzten Tagen alle Augen auf Italien gerichtet waren, zieht nun auch Griechenland die Aufmerksamkeit auf sich.

Der Ausbruch des Euros unter das alte Bewegungstief bei 1,3610 USD war nur von kurzer Dauer. Nachdem der Euro bis auf die Unterstützung bei rund 1,35 USD fiel, startete am Donnerstag eine Gegenbewegung. Der Kurs stieg im Tagesverlauf zurück bis an die 1,3610-USD-Marke. Unterstützung erhält die Erholung von der gesunkenen Rendite italienischer Staatsanleihen. Warfen die Anleihen am Mittwoch noch 7,4 Prozent ab, sind es am Donnerstag rund 6,8 Prozent. Ein Zeichen der Hoffnung, dass Italien das Vertrauen der Marktteilnehmer wieder zurückgewinnt.

Papademos macht’s

Positive Neuigkeiten gibt es auch aus dem krisengeschüttelten Griechenland zu vermelden. Neuer griechischer Ministerpräsident wird Lucas Papademos. Nach langem Ringen einigten sich die griechischen Parteien am Donnerstag auf den ehemaligen Vizepräsidenten der EZB. Papademos geniest internationales Ansehen als Wirtschaftswissenschaftler und Finanzexperte. Am Horizont ziehen aber bereits wieder dunkle Wolken auf. Die EU-Kommission in Brüssel veröffentlichte eine Prognose, wonach die Gesamtverschuldung in Griechenland in den nächsten beiden Jahren rund 200 Prozent des BIPs betragen werde. Die hohe Volatilität des Euros sollte daher auch in nächster Zeit bestehen bleiben. Anleger sollten sich mit Neuengagements zurückhalten.

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