Stefan Limmer
Die Ratingagentur Standard&Poor’s kündigte eine Überprüfung der Kreditwürdigkeit der Eurozone an. Die europäische Leitwährung reagiert prompt und gibt die Kursgewinne der letzten Handelstage wieder ab. Fällt der Kurs unter das alte Bewegungstief, ist weiteres Abwärtspotenzial vorhanden.
Zum Ende der letzten Handelswoche war die Hoffnung noch groß. Die erfolgreiche Auktion spanischer und italienischer Staatsanleihen, sowie eine konzentrierten Aktion der Notenbanken, um die europäischen Geldinstitute mit Liquidität zu versorgen, beflügelte den Eurokurs. Euro/US-Dollar stieg über die Abwärtstrendlinie bei 1,3414 USD.
Schock für die Eurozone
Die Ratingagentur Standard&Poor‘s nahm der Aufwärtsbewegung aber wieder den Wind aus den Segeln. Am Montag nach Börsenschluss kündigte S&P eine Überprüfung der Kreditwürdigkeit von 15 Euro-Ländern an. Die Ratingagentur begründete den Schritt mit einer besorgniserregenden Entwicklung der Krise innerhalb der Euro-Zone. Im Falle einer Neubewertung könnte Deutschland das Top-Rating AAA verlieren.
Im Abwärtsstrudel
Die europäische Leitwährung nimmt aktuell wieder Kurs auf das alte Bewegungstief bei rund 1,32 USD. Fällt der Kurs unter diese psychologisch wichtige Unterstützung, sollte sich die Abwärtsdynamik weiter beschleunigen. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg dann frei bis zur 1,30-USD-Marke. Anleger, die auf eine weitere Abwertung des Euros spekulieren wollen, setzen auf das Put-Zertifikat mit der WKN CK1 FW0. Der Basispreis und das Knock-out-Level sind bei 1,5592 USD zu finden. Der Hebel beträgt 5,98. Aktuell kostet das Zertifikat 16,65 Euro.Aufgrund des Risikos sollte die Position mit einem Stop-Loss abgesichert werden.