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Euro/US-Dollar: Tage der Entscheidung

Stefan Limmer

Die europäische Leitwährung zeigte sich in den letzten Handelstagen von seiner starken Seite. Die Nullzinspolitik in den USA, gute fundamentale Nachrichten aus Europa und eine erfolgreiche Auktionen von Staatsanleihen sorgen für den nötigen Auftrieb. Die Verhandlungen über einen Schuldenschnitt Griechenlands bergen Unsicherheiten

Am Ende der letzten Handelswoche brachten Aussagen des US-Notenbank-Vorstands den Dollar unter Druck. Ben Bernanke kündigte an, die Nullzinspolitik in den USA bis Ende 2014 aufrecht zu erhalten. Auch die Möglichkeit einer weiteren expansiven Geldpolitik behielt sich Bernanke offen. Der Euro profitierte zudem von positiven Wirtschaftsnachrichten aus Europa. Die europäischen Einkaufsmanager-Indizes konnten zum Jahresbeginn zulegen und kletterte im Januar von 46,9 auf 48,8 Punkte nach oben. Insbesondere der italienische Index sorgte für eine Überraschung und legte unerwartet stark zu. Zudem sorgte auch eine Auktion portugisischer Staatsanleihen für eine gute Stimmung. Das schuldengeplagte Land emittierte kurzlaufende Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage überstieg dabei das Angebot um das 2,8-fache.

 

Zähe Verhandlungen

 

Währenddessen ziehen sich die Verhandlungen über das geplante Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro für Griechenland weiter in die Länge. Insbesondere eine Einigung über den Forderungsverzicht der privaten Anleihegläubiger steht noch aus. Das schuldengeplagte Land benötigt spätestens im März einen neuen Kredit, um eine Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.

Der Euro ist gegenüber dem Dollar in den letzten Handelswochen um über vier Prozent gestiegen. Aus charttechnischer Sicht notiert der Kurs aktuell am wichtigen psychologischen Widerstand bei rund 1,32 Dollar. Aufgrund der Charttechnik und der unklaren Situation in Griechenland sollten Anleger vorerst die Füße still halten und ein Engagement vermeiden

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