Stefan Limmer
Die europäische Leitwährung gerät immer tiefer in den Abwärtsstrudel. Nach dem Bruch einer horizontalen Unterstützung beschleunigte sich die Abwärtsdynamik und der Kurs fiel auf ein neues 11-Monatstief. Für Unsicherheit sorgen italienische Staatsanleihen und das Rating spanischer Banken.
Nachdem zu Beginn der Handelswoche der Kurs unter die horizontale Unterstützungslinie bei rund 1,32 USD fiel, beschleunigte sich die Abwärtsbewegung. Der Euro durchbrach daraufhin auch noch die psychologisch wichtige 1,30-USD-Marke und markierte ein neues 11-Monatstief.
Italien drückt den Kurs
Für Unsicherheit sorgte am Mittwoch insbesondere die Auktion fünfjähriger Staatsanleihen aus Italien. Der Zinssatz stieg im Vergleich zum November von 6,29 auf 6,47 Prozent. Ein deutliches Zeichen, dass mit einer Entspannung der Schuldenkrise in der nahen Zukunft nicht zu rechnen ist. Am Donnerstagabend holte schließlich auch noch Standard and Poor’s zum Rundumschlag aus. Die Ratingagentur senkte das Rating von zehn spanischen Banken. Der Grund für die Abstufung sind die neuen Bewertungskriterien für Kreditinstitute. Desweiteren deutete S&P an, dass die aktuelle Abstufung noch nicht das Ende der Fahnenstange war. Anleger, die bereits auf die Abwertung des Euros spekulieren, sollten die Gewinne weiter laufen lassen.
