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Euro/US-Dollar: Im Abwärtsstrudel gefangen

Stefan Limmer

Der Euro bleibt angeschlagen und befindet sich weiterhin auf Tauchstation. Die Beschlüsse auf dem EU-Gipfel tragen nicht zu einer Beruhigung der Lage bei. Sobald der Kurs unter das alte Bewegungstief fällt, sollte sich der Abwärtstrend weiter beschleunigen.

Der Kampf gegen die Schuldenkrise geht weiter. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel haben in der Nacht zum Freitag  23 Staaten der EU einen verbindlichen Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin geschlossen. Zuvor war jedoch der Versuch einer Einigung für alle 27 EU-Staaten gescheitert. Die fortlaufende Uneinigkeit der politischen Führungskräfte in Europa trägt nicht zu einem Vertrauensgewinn in die europäische Leitwährung bei. Das Währungspaar EUR/USD beschleunigt daher am Freitag seine aktuelle Abwärtsbewegung, die Anfang der Handelswoche ausgelöst wurde. Die Ratingagentur Standard & Poors  kündigte am Monatg nach Börsenschluss eine Überprüfung der Kreditwürdigkeit von 15 Euro-Länder an. Im Falle einer Neubewertung könnte Deutschland das Top-Rating AAA verlieren.

Neues Tief in Reichweite

Aus charttechnischer Sicht ist das alte Bewegungstief bei rund 1,32 USD mittlerweile in Reichweite. Fällt der Euro unter diese psychologisch wichtige Marke, sollte sich die Abwärtsdynamik weiter beschleunigen. Der nächste charttechnische Widerstand ist bei der 1,30 USD zu finden. Anleger, die bereits auf eine weitere Abwertung des Euros spekulieren, sollten die Gewinne laufen lassen.

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