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Euro/US-Dollar (EUR/USD): Niedrigster Kurs seit Januar

Stefan Limmer

Die Furcht um die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands liegt wie ein dunkler Schatten über dem Währungspaar Euro/US-Dollar (EUR/USD). Die Versuche des griechischen Finanzministers die Situation zu entschärfen beeinflussen die EUR/USD-Notierung nicht nachhaltig.

Der Abwärtstrend der europäischen Leitwährung beschleunigt sich. Am späten Montagabend ist das Währungspaar zum ersten Mal seit Januar wieder unter die Marke von 1,32 USD gefallen.

Problemfall Griechenland

Die Sorge um die Finanzsituation in Griechenland spitzt sich immer weiter zu. Am Wochenende stellte sich heraus, dass Griechenland sein Defizit-Ziel in diesem Jahr nicht erreichen wird. Die Troika aus EU, EZB und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) forderte von den Griechen ihr Defizit auf 7,6 Prozent des BIPs zu drücken. Erwartet werden nun stattdessen 8,5 Prozent. Auch die griechische Wirtschaft schrumpft im Jahr 2011 stärker als angenommen. Während noch im Mai mit einem Minus von 3,8 Prozent gerechnet wurde, geht man mittlerweile von einem Rückgang in Höhe von 5,5 Prozent aus.

Finanzminister beschwichtigt

Für zusätzliche Unsicherheit sorgte die Absage des geplanten Treffens zwischen der griechischen Regierung und Vertretern der Eurogruppe. Ursprünglich sollte die Troika am 13. Oktober nach Athen reisen, um über die Auszahlung einer weiteren Kredittranche in Höhe von acht Milliarden zu entscheiden. Der griechische Finanzminister Venizelos versucht derweil die Lage zu entschärfen. Am heutigen Dienstag betonte er, dass eine Pleite Griechenlands kein Thema sei und das Land bis Mitte November auf die Auszahlung der nächsten Hilfstranche warten könne.

Gegenbewegung abwarten

Auf die beschwichtigenden Worte des griechischen Politikers reagiert der Euro kaum. Bevor Anleger auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends spekulieren, sollte dennoch eine kurze Gegenbewegung abgewartet werden. An der 1,35 USD-Marke befindet sich ein wichtiger Widerstand. Sobald die EUR/USD-Notierung auf diese Kursniveau steigt, können Anleger einen antizyklischen Shorteinstieg wagen.

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