Stefan Limmer
Nach mehreren Wochen des Abverkaufs notierte die europäische Leitwährung in den letzten Tagen wieder fester. Im Zuge der Gegenbewegung wurde die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals gebrochen. Über den weiteren Kursverlauf des Euro/US-Dollars (EUR/USD) entscheidet am heutigen Dienstag das Parlament in der Slowakei.
Die EUR/USD-Notierung geriet in den letzten Wochen zunehmend unter Druck. Innerhalb eines Monats fiel das Währungspaar von über 1,43 USD auf unter 1,32 USD. Die Reboundversuche der europäischen Leitwährung wurden mehrfach am oberen Ende des Trendkanals abverkauft.
Bruch des Trendkanals
Die letzte Gegenbewegung zeigte sich von einer stärkeren Seite. Vom Tief bei unter 1,32 USD stieg der Euro auf 1,37 USD. Der EUR/USD-Kurs ist dabei über die obere Begrenzung des Trendkanals ausgebrochen. Unterstützend wirkte die Entscheidung von Jean Claude Trichet, dass die Leitzinsen im Euro Raum unverändert bei 1,5 Prozent verharren werden.
Politische Börsen
Am heutigen Dienstag sind alle Augen auf die Slowakei gerichtet. Für die Erweiterung des europäischen Rettungsschirms EFSF ist das kleine Land das Zünglein an der Waage. Stimmt die Mehrheit des Parlaments in Bratislava mit einem „Nein“, wird die Aufstockung auf Eis gelegt. Ein Veto würde der Hoffnung, dass Europa die Schuldenkrise in den Griff bekommt einen Dämpfer verpassen.
Nur für risikobewusste Trader
Auch die EUR/USD-Notierung sollte darunter zu leiden haben. Trader, die darauf spekulieren wollen, setzen auf den Open End-Turbo-Optionsschein mit der WKN TB1 GVD. Der Hebel beträgt 5,99. Bei einem Basispreis von 1,59 USD ist das Knockout-Level bei 1,5864 USD zu finden. Aktuell kostet der Optionsschein 16,58 Euro. Es besteht die Gefahr, dass die Volatiliät des EUR/USD-Kurses im Zeitraum der Ergebnisverkündung extrem zunimmt. Die Position sollte dementsprechend klein gewählt werden und mit einem Stop-Loss nach unten abgesichert sein.
