Stefan Limmer
Nach den Kursverlusten der letzten Wochen zeigt sich der Euro erstmals wieder von seiner starken Seite und startete eine Gegenbewegung. Rückenwind erhielt die europäische Leitwährung hierbei durch positive Wirtschaftsdaten und einer überraschend erfolgreichen Versteigerung spanischer Staatsanleihen.
Die Bullen haben vorerst den Kampf um die 1,30-USD-Marke gewonnen. Nachdem der Euro in der letzten Handelswoche auf ein neues 11-Monatstief rutschte, verharrte die Notierung mehrere Tage an der psychologisch wichtigen Kursmarke bei 1,30 USD. Am Dienstag startete dann die Gegenbewegung und der Kurs stieg über 1,31 USD
Wie geschnitten Brot…
Die hohe Nachfrage und der deutliche Rendite-Rückgang bei einer Auktion spanischer Staatsanleihen beflügelten den Euro-Kurs. Spanien sammelte durch die Emission von Anleihen mit drei und sechs Monaten Laufzeit 5,6 Milliarden Euro bei Investoren ein. Rund eine Milliarde Euro mehr als im Vorfeld erwartet wurde. Die Nachfrage überstieg das Angebot dabei um das Dreifache. Gleichzeitig halbierten sich die Renditen im Vergleich zu den vorangegangenen Auktionen. Für zusätzlichen Rückenwind sorgten positive Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist zum zweiten Mal in Folge gestiegen und notiert bei 107,2 Zähler. Im November notierte das Konjunkturbarometer bei 106,6 Punkten. Analysten hatten für den Dezember einen Rückgang auf 106,1 Punkte erwartet.
Gewinne sichern
Die charttechnische Situation der europäischen Leitwährung hat sich deutlich aufgehellt. Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt sind und auf eine Abwertung des Euros spekulierten, sollten daher die Gewinne sichern. Ein Neuengagement bietet sich erst beim Bruch der Abwärtstrendlinie bei rund 1,32 USD oder beim Erreichen eines neuen Bewegungstiefs bei 1,295 USD an.