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Euro/US-Dollar: Deutschland im Fokus

Stefan Limmer

Aus charttechnischer Sicht bleibt die europäische Leitwährung unter Druck. Gemischte Wirtschaftsdaten aus Deutschland belasten den Kurs. Ein neues Bewegungstief ist in Reichweite, der Chart befindet sich aber in einer überverkauften Situation.

Die deutsche Wirtschaft blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um drei Prozent. Nach einem Plus von 3,7 Prozent im Jahr 2010, wurde der deutliche Einbruch der Wirtschaftsleistung in Höhe von 5,1 Prozent im Jahr 2009 wieder aufgeholt.

Dunkle Wolken am Horizont

Angesichts der Schuldenkrise muss sich Deutschland wohl dennoch auf schlechtere Zeiten einstellen. Bereits im vierten Quartal 2011 ging das BIP wieder um 0,5 Prozent zurück. Im dritten Quartal wurde noch ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet. Die Experten der Bundesbank rechnen im Jahr 2012 nur noch mit einem Wachstum von 0,6 Prozent. Der Euro reagiert auf diese verhaltenen Zukunftsaussichten mit Kursverlusten.

Verzwickte Chartsituation

Die Gegenbewegung der letzten Handelstage von 1,2666 auf über 1,28 USD wurde wieder abverkauft. Aktuell befindet sich der Kurs knapp über dem alten Bewegungstief. Der Chart ist im Moment aber stark überverkauft. Anleger sollten sich daher mit Short-Positionen zurückhalten.

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