Stefan Limmer
Die Rücktrittsankündigung des italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi sorgt nicht für Entspannung. Im Gegenteil: Die Angst vor der Schuldenkrise ist ungebrochen. Die europäische Leitwährung geht auf Tauchstation.
Die Renditen italienischer Staatsanleihen schießen in die Höhe. Am Mittwoch werfen zehnjähriger Anleihen 7,40 Prozent ab und steigen damit zum ersten Mal über die 7-Prozent-Marke. Im Vergleich zum Vortag betrug der Anstieg rund zehn Prozent. Hieran zeigt sich, dass Italien immer tiefer im Sumpf der Schuldenkrise versinkt und das Vertrauen der Marktteilnehmer nahezu verloren hat. Die Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Berlusconi ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Kurzfristig ändert dies nichts an einem schwachen Wirtschaftswachstum und Italien Staatschuldenquote von 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Die Angst regiert
Der Euro reagiert auf die steigenden Zinsen italienischer Staatsanleihen mit massiven Kursverlusten. Der Kurs notiert aktuell am alten Bewegungstief bei 1,3610 USD. Fällt der Kurs nachhaltig unter diese Marke, sollte sich die Abwärtsdynamik des Währungspaares EUR/USD weiter beschleunigen. Trader, die auf diese Bewegung spekulieren wollen, setzen auf den Turbo-Optionsschein mit der WKN TB6 CHZ. Der Hebel beträgt 5,99. Basispreis und Knock-out-Level sind bei 1,59 USD zu finden. Aktuell kostet der Optionsschein 16,84 Euro. Aufgrund des Risikos sollte mit Stop-Loss gearbeitet werden.
