Stefan Limmer
Einige Konjunkturindikatoren in der Schweiz zeigen eine Abschwächung der Wirtschaft. Grund genug für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden eine weitere Intervention am Devisenmarkt zu fordern. Die ersten Drohungen zeigen bereits Wirkung.
Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Philip Hildebrand, verkündete am Wochenende in einem Interview, dass der Franken beim derzeitigen Wechselkurs zum Euro immer noch zu hoch bewertet sei. Falls es die Wirtschaftsaussichten und die deflationäre Entwicklung erforderten, stünde die SNB bereit, weitere Maßnahmen zu treffen. Der SNB-Vizepräsident Thomas Jordan bestätigte diese Aussagen am Montag. Der Euro stieg in der Folge von rund 1,22 auf über 1,24 Schweizer Franken.
Schweizer schwächeln
Die Schweizer Wirtschaft gerät im Moment tatsächlich ins stocken. Zudem ist die Arbeitslosigkeit in der Schweiz im Oktober zum ersten Mal in diesem Jahr wieder gestiegen. Auch der Verbraucherpreisindex ist gesunken und notierte im vergangenen Monat im negativen Bereich. Sollten sich die deflationären Tendenzen fortsetzen, könnte dies die Wirtschaft weiterhin belasten. Eine weitere Intervention der Schweizer und eine Erhöhung der Kursuntergrenze für den Franken könnte daher bald Realität werden.
Spekulation auf Interventions-Nachschlag
Anleger können mit dem Best-Unlimited-Turbo Zertifikat mit der WKN CK3 CQC auf einen weiteren Eingriff der Eidgenossen am Devisenmarkt spekulieren. Der Hebel beträgt 6. Basispreis und Knock-Out-Level sind bei 1,0352 CHF zu finden. Aktuell kostet das Zertifikat 16,29 Euro. Durch die „festgesetzte“ Kursuntergrenze bei 1,20 Schweizer Franken ist das Abwärtsrisiko begrenzt, dennoch sollte mit einem Stop-Loss gearbeitet werden.
