Stefan Limmer
Das Kursziel der Schweizer Nationalbank hält. Seit über einem Monat klettert das Währungspaar Euro/Schweizer Franken (EUR/CHF) kontinuierlich nach oben. Zusätzlichen Rückenwind erhält die EUR/CHF-Aufwärtsbewegung durch positive Nachrichten aus der Eurozone.
Vor knapp einem Monat stoppte die Schweizer Nationalbank (SNB) die Aufwertung des Schweizer Franken. Die Eidgenossen verkündeten, dass das „Mindestkurziel“ des Währungspaares bei 1,20 EUR/CHF liegen soll. Die Maßnahme wurde durchgeführt, um die schweizer Exportindustrie zu unterstützen. Durch die starke Nachfrage nach dem Schweizer Franken war diese mehr und mehr unter Druck geraten.
Kursziel hält
Die Schweizer stehen zu ihrem Wort. Seit der Verkündung des Kursziels ist die EUR/CHF-Notierung nicht mehr unter die „magische Marke“ von 1,20 CHF gefallen. Zusätzlichen Rückenwind erhält das Währungspaar durch gute Nachrichten aus der Eurozone. EZB-Chef Jean-Claude Trichet verkündete in der letzten Woche, dass die Zinsen im Euroraum nicht gesenkt werden, sondern unverändert bei 1,5 Prozent bleiben. Der Internationale Währungsfonds gab zudem bekannt, strauchelnden Banken in der Eurozone unter die Arme greifen zu wollen. Hierdurch soll deren möglicher Zusammenbruch im Sog der Schuldenkrise verhindert werden. Dass diesen starken Worten auch Taten folgen, zeigt die Verstaatlichung der angeschlagen Dexia-Bank am heutigen Montag.
Gewinne laufen lassen
Aus charttechnischer Sicht hat die europäische Leitwährung in der letzten Woche das alte Bewegungshoch bei 1,226 CHF geknackt und befindet sich aktuell auf dem höchsten Stand seit Ende Mai 2011. Anleger, die bereits auf die Aufwärtsbewegung spekulieren, sollten den Open-End-Optionsschein (WKN VT2 GCH) weiterhin halten und die Gewinne laufen lassen. Die Position sollte mit Stop-Loss abgesichert werden. Das nächste Kursziel ist der Widerstand bei ungefähr 1,30 EUR/CHF.
