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Euro/Britsches Pfund (EUR/GBP): Abwärtstrend gebrochen

Stefan Limmer

Der Euro-Kurs ist vor wenigen Tagen über die Abwärtstrendlinie ausgebrochen. Die neuesten Wirtschaftsdaten aus England sind alles andere als gut. Hieraus eröffnet sich weiteres Kurspotenzial für die Euro/Britische Pfund-Notierung.

Der Euro stand in den letzten Monaten gegenüber dem Britischen Pfund unter Verkaufsdruck. Von über 0,9050 GBP fiel der Euro innerhalb eines volatilen Abwärtstrends auf unter 0,8550 GBP. Für zahlreiche Euro-Reboundversuche stellte die obere Begrenzung des Trendkanals ein unüberwindbares Hindernis dar.

Bruch der Abwärtstrendlinie

Der letzte Abverkauf des EUR/GBP-Währungspaares wurde bei der wichtigen charttechnischen Unterstützung im Bereich von 0,8550 GBP gestoppt. Die Chartsituation hat sich seitdem weiter aufgehellt. Die europäische Leitwährung ist am Montag über die Abwärtstrendlinie bei 0,8726 GBP ausgebrochen. Ein Zeichen, dass die Bullen wieder das Ruder übernommen haben. Aus charttechnischer Sicht ist das nächste Kursziel bei 0,8850 GBP zu finden.

Arbeitslosigkeit auf 15-Jahreshoch

Gründe für die Pfund-Schwäche gibt es viele: Die Konjunktur in Großbritannien schwächelt bereits seit längerer Zeit. Das Wirtschaftswachstum ist schlechter als erwartet und auch eine Besserung ist kurzfristig nicht in Sicht. Die Inflation notiert im Moment bei über vier Prozent und ist damit fast doppelt so hoch wie der Durchschnittswert der letzten 20 Jahre. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Arbeitslosigkeit, mit 8,1 Prozent, auf ein neues 15-Jahreshoch gestiegen ist. In der letzten Woche weitete zudem die Bank of England ihr Programm zum Aufkauf von Anleihen aus. Dies sollte zusätzlich das Britische Pfund unter Druck bringen. Anleger, die auf die Fortsetzung des Ausbruchs spekulieren wollen, setzen auf das Smart-Mini Future Zertifikat mit der WKN TB0 28N. Der Hebel beträgt 5,97. Bei einem Basispreis von 0,7292 GBP ist das Knockout-Level bei 0,7365 GBP zu finden. Aktuell kostet das Zertifikat 16,72 Euro. Aufgrund des Risikos sollte mit Stop-Loss gearbeitet werden.

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