Thomas Bergmann
Die Hoffnung auf eine "Griechenland-Lösung" beflügelt auch die deutschen Bankaktien. Das Papier der Deutschen Bank ist den zweiten Tag in Folge unter den Top-Gewinnern platziert. Für Anleger mit Hang zum Risiko bietet sich ein Hebelprodukt an.
Deutsche-Bank-Aktionäre hatten in den letzten Wochen wenig Grund zur Freude: Gewinnmitnahmen beziehungsweise die wachsende Sorge vor einer Staatspleite in Griechenland haben den Kurs massiv unter Druck gesetzt. Zwischen dem 11. Januar und dem 5. Februar verlor die Aktie zwölf Euro oder mehr als 20 Prozent. Aus dem eigenen Land kommen aber jetzt wieder die ersten positiven Signale.
Regierung bereitet Rettungsplan vor
Wie das Wall Street Journal berichtet, bereitet die Bundesregierung ein Hilfspaket für Griechenland vor. Es sei eine europäische Lösung unter deutscher Führung in der Diskussion. Finanzminister Wolfgang Schäuble befinde sich in Verhandlungen mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, der extra wegen der Probleme in Griechenland seinen Australien-Trip unterbrochen hatte.
Der stellvertretende Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag, Michael Meister, bestätigte, dass in Berlin an einem Rettungspaket gearbeitet wird - wie dieses genau aussieht, sagte er jedoch nicht.
Bankaktien steigen
Von der Hoffnung auf schnelle Hilfe für das vom Bankrott bedrohte Land profitieren in erster Linie die Banktitel im DAX. Commerzbank und Deutsche Bank notierten bereits gestern deutlich im Plus. Das Papier der "Blauen" liegt auch heute wieder leicht vorne. Gegen 10:40 Uhr steht im Xetra-Handel ein Plus von 1,8 Prozent zu Buche.
Aus charttechnischer Sicht gibt es bald ein Kaufsignal: Sollte die Aktie den kurzfristigen Abwärtstrend verlassen, ergäbe sich Anschlusspotenzial bis mindestens 47,20 Euro. Im besten Fall steigt die Deutsche Bank kurzfristig bis zum Widerstand bei 50 Euro.

Chance mit Hebel
Sollte die Deutsche-Bank-Aktie auf Stundenbasis über 45,40 Euro steigen, empfiehlt sich ein Einstieg auf der Long-Seite. Anleger, denen die Chance auf zehn Prozent zu gering sind, können auf das Hebelprodukt von Goldman Sachs mit der WKN GS3 YUP ausweichen (aktueller Briefkurs: 11,10 Euro). Der Schein hat einen Hebel von 4. Der Stopp sollte bei 8,00 Euro platziert werden.