Stefan Limmer
Die FED will mit einem Griff in die Trickkiste die lahmende Konjunktur stützen. Der Dollar reagiert positiv auf die Entscheidung. Das Währungspaar Euro/US-Dollar (EUR/USD) geht auf Tauchstation und fällt unter das alte Bewegungstief.
Ben Bernanke sieht weiterhin schwarz für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Um die Konjunktur zu stützen, startet die FED die Operation "Twist". Bis Mitte des nächsten Jahres will die amerikanische Notenbank langlaufende Staatsanleihen im Wert von 400 Milliarden Dollar kaufen. Gleichzeitig dazu sollen kurzlaufende Anleihen aus Eigenbeständen verkauft werden.
Griff in die Trickkiste
Durch dieses Tauschmanöver wird das Verhältnis zwischen lang- und kurzlaufenden Anleihen auf dem Markt verschoben. Die Zinsen für langfristige Kredite sinken. Die FED erhofft sich davon, dass Unternehmen wieder mehr investieren. Am Häusermarkt könnte es ebenfalls zu einer Entspannung kommen. Durch niedrige Hypothekenzinsen steigt der Anreiz für einen Hauskauf.
Neues Bewegungstief
Der Dollar reagiert positiv auf den Versuch der US-Notenbank die Konjunktur anzukurbeln. Die EUR/USD-Notierung rauscht unter das alte Bewegungstief bei 1,3580 USD. Anleger die bereits auf eine Abwärtsbewegung spekulieren, sollten investiert bleiben.
