DAX: Zwischen Hoffen und Bangen
Einmal mehr scheiterte der DAX gestern an einem zentralen Widerstand. Die Trading-Range der vergangenen Tage hat somit weiter Bestand. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass dies auch zum Verfall so bleiben wird. DER AKTIONÄR mit den charttechnisch wichtigen Marken.
Zunächst ein Auszug aus der DAX-Analyse vom Mittwoch: Im Zuge seiner Erholungsbewegung hat der DAX das anvisierte Ziel bei 6.240 Punkten erreicht. Weitere Ziele liegen bei 6.370 und im positiven Falle auch 6.440 Punkten. Hierfür muss der DAX jedoch oberhalb von 6.083 Punkten (adjustiert) verbleiben. Anleger können den Stopp für Long-Positionen unter diese Marke nachziehen. Über 6.230/6.240 Punkten sollte es dynamisch aufwärts gehen.
Der DAX hielt sich gestern wieder einmal sehr gut an die genannten Eckpunkte im Chart. Das Tageshoch wurde mit 6.221 Punkten nur knapp unter 6.230 Punkten ausgebildet, ehe es wieder abwärts ging. Das Tagestief lag mit 6.093 Punkten zehn Punkte über der wichtigen Unterstützung bei 6.083 Punkten. Unterm Strich präsentierte sich der DAX nur wenig verändert. Der Schlusskurs lag mit 6.152 Punkten nur 0,14 Prozent oder knapp neun Punkte unter dem Vortageswert.
Da die Chartmarken gleich geblieben sind, kann die Vorgängeranalyse auch für heute übernommen werden.
Solange das Tief bei 6.083 Punkten hält, hat der DAX die Möglichkeit, die Ziele bei 6.370 und 6.440 Punkten noch abzuarbeiten. Ein zentraler Widerstand liegt weiterhin in Form der 200-Tage-Linie, einer horizontalen Hürde und dem 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 6.230/6.240 Punkten. Erst darüber wäre der Weg frei.

Gibt der Index die Unterstützung bei 6.083 Punkten auf, muss im Extremfall mit neuen Tiefs gerechnet werden. Sicherheitshalber sollten Long-Positionen daher in diesem Fall geschlossen werden.
Grundsätzlich gilt zunächst weiterhin: Ein Boden ist bislang auf Tagesbasis noch nicht auszumachen. Hier müssen die kommenden Kursmuster abgewartet werden.
Zuletzt noch eine Anmerkung: Trotz heftiger Schwankungen verweilt der DAX in seiner Trading-Range. Es ist durchaus damit zu rechnen, dass dies bis morgen Mittag so bleiben wird, bis der dreifache Verfall abgearbeitet ist. Ab Freitagmittag dann könnte eine neue Trendbewegung einsetzen. Eventuell auch erst nach der Griechenlandwahl am Wochenende.
Fazit: Im Zuge seiner Erholungsbewegung hat der DAX das anvisierte Ziel bei 6.240 Punkten erreicht. Weitere Ziele liegen bei 6.370 und im positiven Falle auch 6.440 Punkten. Hierfür muss der DAX jedoch oberhalb von 6.083 Punkten verbleiben. Anleger können den Stopp für Long-Positionen unter diese Marke nachziehen. Über 6.230/6.240 Punkten sollte es dynamisch aufwärts gehen.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 6.229 Punkte (200-Tage-Linie), 6.230/6.240 Punkte (horizontal, Fibo-RT), 6.287 Punkte (Zwischenhoch), 6.370 Punkte (Projektionsziel), 6.446 Punkte (Zwischenhoch), 6.510, 6.580, 6.650 Punkte (horizontal), 6.875 Punkte (Zwischenhoch), 6.945 bis 6.981 Punkte (Gap), 7.000 Punkte (horizontal), 7.080 Punkte (Zwischenhoch), 7.194 Punkte (Jahreshoch), 7.383, 7.523, 7.600 Punkte (Zwischenhochs)
Unterstützungen: 6.083, 6.053 Punkte (Zwischentiefs), 6.000 Punkte (horizontal), 5.914 Punkte (Zwischentief), 5.817 Punkte (61,8%-Fibonacci-Retracement), 5.750 Punkte (horizontal), 5.528 Punkte (Gap), 5.366 Punkte (Zwischentief), 4.965 Punkte (2011er Tief)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11:05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik unten auf der Homepage des AKTIONÄR sowie im Videoportal des DAF abrufbar.
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