DAX: War es das schon?
Der DAX legte gestern wie erwartet den Rückwärtsgang ein. Das Idealziel für die Konsolidierung wurde bislang aber verfehlt. Ist die starke Eröffnung heute schon der Beginn des nächsten Aufwärtsschubs? DER AKTIONÄR mit den wichtigen Marken.
Zunächst ein Auszug aus der Dienstags-Analyse: Charttechnisch ist die Konsolidierung aber noch nicht abgeschlossen, so lautet jedenfalls die präferierte Variante. Demnach wird sich der ersten Abwärtsstrecke seit dem Jahreshoch noch eine zweite anschließen. Hierbei sollte die Kurszielzone zwischen 6.970 und 7.000 Punkten angesteuert werden.
Der DAX absolvierte gestern in der Tat eine zweite Abwärtsstrecke. Im Tief wurden 7.032 Punkte erreicht. Der Schlusskurs von 7.054 Punkten entspricht einem Minus von 1,39 Prozent oder gut 99 Punkten.
Soweit, so gut, es lief alles nach Plan. Einziger Wehrmutstropfen: Die Kurszielzone von 6.970 bis 7.000 Punkten wurde bislang verfehlt. Mit der dreiteiligen Abwärtsbewegung hat der DAX die Voraussetzung für eine Konsolidierungsbewegung erfüllt. Die Bullen hätten wieder gute Karten, sollte der Index das Zwischenhoch bei 7.155 Punkten überschreiten. In diesem Fall wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit der nächste Aufwärtsschub in Richtung 7.600 Punkte eingeleitet.

Unter dem gestrigen Tief bei 7.032 Punkten entstünde indes ein Verkaufssignal, das Kurse zwischen 6.970 und 7.000 Punkten noch möglich macht.
Was ergibt sich daraus für den Trader? Sehr Mutige können für einen Swingtrade mit einer ersten Tranche long gehen mit einem Stopp unter dem gestrigen Tief und Zielen bei 7.194, 7.523 und 7.600 Punkten. Über 7.155 Punkten kann die Position ausgebaut werden.
Maßgeblich auf Tagesbasis bleibt der Aufwärtstrend, der heute bei 6.806 Punkten verläuft. Eine zweite, flachere Trendlinie notiert bei 6.163 Punkten.
Noch ein Hinweis: Auf Monatsbasis ist der DAX dabei, im MACD ein Kaufsignal zu liefern. Solche Signale kommen nur alle paar Jahre vor, zuletzt 2003 und 2009. In der Folge ging es im Index immer deutlich nach oben. Der Langfrist-MACD untermauert als Trendfolger also das Rallyeszenario. Ebenso hat die 200-Tage-Linie nach oben gedreht.
Fazit: Der DAX hat wie erwartet eine zweite Abwärtsstrecke absolviert. Die Mindestbedingung für eine Konsolidierung ist erfüllt. Mutige Trader steigen, falls per Abstauberlimit noch nicht geschehen, mit einer ersten Tranche und einem Stopp unter dem Wochentief long ein. Wem das zu riskant ist, der wartet die nächsten Signale ab. Über 7.155 Punkten hellt sich das Chartbild weiter auf.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 7.155, 7.194 Punkte (Zwischenhochs), 7.200 Punkte (horizontal, Fibo-Projektion), 7.383, 7.523, 7.600 Punkte (Zwischenhochs)
Unterstützungen: 7.032 Punkte (Zwischentief), 7.000-6.970 Punkte (Unterstützungszone, Fibo-RT), 6.900 Punkte (Gap, Fibo-RT), 6.835 Punkte (Fibo-RT), 6.806 Punkte (Aufwärtstrend), 6.612 Punkte (Zwischentief), 6.480-6.430 Punkte (Unterstützungszone), 6.272 Punkte (200-Tage-Linie), 6.200-6.170 Punkte (Unterstützungszone), 6.163 Punkte (Aufwärtstrend), 5.528 Punkte (Gap), 5.366 Punkte (Zwischentief), 4.965 Punkte (2011er Tief)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11:05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik unten auf der Homepage des AKTIONÄR sowie im Videoportal des DAF abrufbar.
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