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DAX: So sieht ein Short-Squeeze aus

Bastian Galuschka

Der DAX konnte gestern die Widerstandszone um 5.800 Punkten hinter sich lassen. Mehr noch, der Index eroberte sogar die 6.000-Punkte-Marke zurück und das in nur wenigen Handelsminuten. Die Weichen sind damit gestellt.

Zunächst eine Wiederholung des Fazits von gestern: Die Bullen müssen wieder einmal am Ball bleiben. In den vergangenen Wochen ging ihnen die Kraft immer wieder aus. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet prozyklische Kaufsignale oberhalb der angesprochenen Widerstandszone für einen Einstieg ab. Mutige können antizyklisch bei 5.690 oder 5.650 Punkten versuchen mit Kauflimits zum Zuge zu kommen.

Keine Frage, die Bullen sind am Ball geblieben. Mehr als das, sie haben sogar richtig Gas gegeben. Wer prozyklisch nach dem Break der 5.800-Punkte-Marke long eingestiegen ist, wie es auch im DAX-Check auf dem DAF vorgeschlagen wurde, kann sich über schöne Gewinne freuen. Der DAX beendete den Handel mit einem satten Kursplus von 289 Punkten oder knapp fünf Prozent auf 6.088 Punkte.

Der Index hat damit ein klares Rallyesignal geliefert. Die kommenden Wochen sollten also freundlich verkaufen. Allerdings wurde gestern auch die mehrmals angesprochene Widerstandszone zwischen 6.080 und 6.100 Punkten erreicht. Hinzu kommt, dass der DAX kurzfristig überhitzt ist. Vorsicht ist also geboten.

Bislang lassen sich aber noch keine Umkehrsignale ausmachen. Da die nächsten klassischen charttechnischen Unterstützungen erst bei 5.800 und 5.750 Punkten anzusiedeln sind, kann man sich der Fibonacci-Retracements behelfen, um Kursziele auf der Unterseite zu ermitteln.

Diese über die letzte Teilstrecke angetragen liegen im heutigen Handel bei 5.976, 5.928 und 5.880 Punkten. Hier könnten mögliche Konsolidierungen bereits stoppen. Auf der Oberseite gilt es die Widerstandszone zwischen 6.080 und 6.100 Punkten nachhaltig hinter sich zu lassen. Dann wäre Luft für einen Anstieg bis auf 6.200 Punkte.

Fazit: In dieser Woche konnten Anleger bereits einige Punkte mitnehmen im DAX. Daher empfiehlt es sich, heute die Füße erst einmal still zu halten, bis sich eine klarere Chartlage abzeichnet. Blind reinzushorten macht wenig Sinn, für neue Longs sind die Stopps derzeit auch noch sehr weit entfernt. Präferiert wird heute ein Abpraller nach unten, der den DAX bis auf 5.975 Punkte zurückbringen sollte. Diesen zu shorten ist allerdings ein heikles Unterfangen.

Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:

Widerstände: 6.080-6.100 Punkte (Widerstandszone), 6.175-6.200 Punkte (Widerstandszone), 6.340-6.430 Punkte (Widerstandszone), 6.388 Punkte (Abwärtstrend seit dem Jahreshoch), 6.547 Punkte (61,8%-Fibo-RT), 6.559 Punkte (200-Tage-Linie), 6.594 Punkte (61,8%-Fibo-RT), 7.000 Punkte (Ausgangspunkt für den Abverkauf)

Unterstützungen: 5.750 Punkte (horizontale Unterstützung), 5.838, 5.748, 5.658 Punkte (Fibo-RTs über die gesamte Aufwärtsstrecke seit 5.366 Punkten), 5.366, 5.125 Punkte (Zwischentiefs), 4.965 Punkte (Jahrestief), 4.524 Punkte (Zwischentief), 3.688 Punkte (Ausgangspunkt der Haussebewegung der Jahre 2009 bis 2011)

Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11.05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik unten auf der Homepage des AKTIONÄRS sowie im Videoportal des DAF abrufbar.

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