Bastian Galuschka
Um 114 Prozent hat das vom AKTIONÄR empfohlene Hebelzertifikat auf den DAX seit Jahresanfang zugelegt. Auch auf Tagesbasis hielt sich der Index zuletzt nahezu punktgenau an ausgegebene Zielmarken. Selten hat Trading so viel Spaß gemacht.
Weil es so schön, ist zunächst ein Auszug aus der Freitags-Analyse: Es geht wieder einmal nur um Feinjustierung. Das anhand der Trendkanalprojektion ermittelte kurzfristige Maximalpotenzial von 6.733 Punkten kann heute auf 6.760 Punkte angehoben werden. Voraussetzung für ein Erreichen des genannten Potenzials wäre ein Überwinden des gestrigen Hochs bei 6.668 Punkten.
Der DAX hing am Freitag zunächst unter dem bisherigen Hoch fest. Infolge starker US-Arbeitsmarktdaten schoss der Index um 100 Punkte in die Höhe und erreichte nahezu punktgenau das ausgegebene Tagesziel bei 6.760 Punkten. Zum Handelsende wares es noch einmal ein paar Punkte mehr. Der Schlusskurs von 6.766 Punkten entspricht einem Zugewinn von 1,67 Prozent oder 111 Punkten.
Sie sehen, Charttechnik ist kein Hokuspokus, keine Kaffeesatzleserei und schon gar nicht Scharlatanerie. Vielmehr lassen sich mit ihrer Hilfe sehr gut Einstiegs-, Stopp- und Zielmarken bestimmen. Der Charttechniker weiß, wann er die Reißleine bei einer Position zu ziehen hat, wenn sein präferiertes Szenario nicht aufgeht. Das ist sein großer Pluspunkt. Dass auch er keine Glaskugel hat, dürfte selbstverständlich sein. Warum schreibe ich das? Wenn man sich die jüngsten Kommentare einiger selbsternannter Börsenexperten zu Gemüte führt, wird klar, dass genau diese Anti-Charttechnik-Spezies das Ziel eines Chartanalysten nicht versteht.
Zurück zum DAX. Der Index hat die Oberkante eines mehrwöchigen Aufwärtstrendkanals am Freitag erreicht. Dessen Trendkanalbegrenzungen liegen heute bei 6.788 und 6.441 Punkten. Damit ist das Aufwärtspotenzial begrenzt. Innerhalb des Trendkanals sollte der Index im Idealfall einige Tage konsolidieren. Dabei liegen mögliche Konsolidierungsziele bei 6.670, 6.610 und 6.570 Punkten. Nur eine Trendverschärfung und der nachhaltige Anstieg über 6.790 Punkte würde ein direktes Erreichen der 7.000-Punkte-Marke ermöglichen. Hier ist mit starker Gegenwehr der Bären zu rechnen.

Über mittelfristige Short-Positionen braucht man sich Stand jetzt erst unterhalb von 6.441 Punkten Gedanken machen. Solange gilt es den Trend zu spielen.
Fazit: Der DAX hat die letzte Bären-Bastion, das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 6.594 Punkten, erreicht und zudem deutlich überschritten. Damit hat der Index mittelfristig Luft bis auf 7.000 Punkte. Heute ist das Kurspotenzial innerhalb des Trendkanals arg begrenzt. Rechnen Sie daher mit einem Konsolidierungstag.
Hinweis: Der Stopp des in der Printausgabe gekauften Wave-Call XXL mit der WKN DE7 14D liegt inzwischen bei 6.390 Punkten beziehungsweise 10,70 Euro im Schein. Damit ist ein Kursgewinn von knapp 60 Prozent gesichert. Der Buchgewinn beläuft sich aktuell auf 114 Prozent.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 6.788 Punkte (Trendkanaloberkante), 7.000 Punkte (Ausgangspunkt für den Abverkauf)
Unterstützungen: 6.670, 6.610, 6.570, 6.530 Punkte (horizontal), 6.441 Punkte (Aufwärtstrend), 6.341 Punkte (200-Tage-Linie), 6.350 Punkte (horizontal), 6.250 Punkte (horizontal), 6.170-6.200 Punkte (Unterstützungszone), 6.203 Punkte (Aufwärtstrend), 5.965 Punkte (horizontal), 5.839 Punkte (Aufwärtstrend), 5.750 Punkte (horizontal), 5.528 Punkte (Gap), 5.366, 5.125 Punkte (Zwischentiefs), 4.965 Punkte (2011er Tief), 4.524 Punkte (Zwischentief, langfristiger Aufwärtstrend), 3.688 Punkte (Ausgangspunkt der Haussebewegung der Jahre 2009 bis 2011)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11:05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik unten auf der Homepage des AKTIONÄR sowie im Videoportal des DAF abrufbar.