Bastian Galuschka
Die vergangene Handelswoche stand beim DAX ganz im Zeichen der Konsolidierung. Im weltweiten Vergleich steht der Deutsche Leitindex aber dennoch weiterhin exzellent da. DER AKTIONÄR mit einer charttechnischen Lagebesprechung.
Tja, die vergangene DAX-Analyse ist klar zu euphorisch ausgefallen. Der deutsche Leitindex kam in der Berichtswoche nicht wirklich vom Fleck und konsolidierte unter der 6.900-Punkte-Marke. Verglichen mit den US-Pendants sowie zahlreichen europäischen Indizes (und darunter nicht nur die Südeuropäer) glänzt der DAX mit Relativer Stärke. Eine ähnliche Situation gab es bereits vor einigen Monaten.

Mittelfristig bewegt sich der DAX in einem lupenreinen Aufwärtstrendkanal, dessen Begrenzungen sich im heutigen Handel bei 6.585 und 6.980 Punkten befinden. In der laufenden Woche wird es vorrangig darum gehen, ob der DAX noch einmal die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals testet oder ob er über die 6.900-Punkte-Marke hinausgeht. Optimistisch stimmt auf jeden Fall die Tatsache, dass die Konsolidierungen weiterhin flach verlaufen und es zu ansteigenden Tiefpunkten kommt. Diese sind im Chart oben durch eine Hilfslinie gekennzeichnet, die derzeit bei 6.720 Punkten verläuft.

Auf Stundenbasis liegt die maßgebliche Marke auf der Unterseite weiterhin bei 6.800 Punkten. Wer dem Hinweis im DAX-Check vergangenen Donnerstag gefolgt ist, konnte den Rücksetzer am Freitag noch einmal zum Longeinstieg nutzen. Als Widerstand fungieren die Zwischenhochs bei 6.885 und 6.901 Punkten. Darüber wäre die Konsolidierung im DAX beendet, und das mittelfristige Kursziel von 7.200 Punkten würde wieder näher rücken.
Fazit: Mittelfristige Anleger lassen die Longpositionen weiter laufen und peilen die Zielzone zwischen 7.190 und 7.230 Punkten an. WICHTIG: Der Stopp für die Engagements kann jetzt angehoben werden auf 6.580 Punkte und somit unter den mittelfristigen Aufwärtstrend. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt den Stopp mental auf Schlusskursbasis. Intraday-Trader nutzen Rücksetzer auf die 6.800-Punkte-Marke weiterhin für Long-Engagements. Ein Stopp kann eng unter das Freitagstief bei 6.775 Punkten gelegt werden. Prozyklische Kaufsignale gibt es über 6.885 und vor allen Dingen über 6.900 Punkten.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 6.885, 6.901 Punkte (Zwischenhochs), 6.980 Punkte (obere Trendkanalbegrenzung), 7.080 Punkte (rechnerisches Kursziel aus dem aufsteigenden Dreieck), 7.190-7.230 Punkte (horizontale Widerstandszone)
Unterstützungen: 6.800 Punkte (horizontale Unterstützung), 6.775, 6.700 Punkte (Zwischentiefs), 6.585 Punkte (mittelfristiger Aufwärtstrend), 6.340-6.400 Punkte (ehemaliges mittelfristiges Ausbruchslevel), 6.175 Punkte (200-Tage-Linie), 5.940 Punkte (maßgeblicher langfristiger Aufwärtstrend), 5.800 Punkte (horizontale Unterstützung)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11.05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik unten auf der Homepage des AKTIONÄRS sowie im Videoportal des DAF abrufbar.