DAX: Kauflimit ausgeführt
Der DAX eröffnete gestern stark, in der Folge kannte der Index aber nur den Weg nach unten. Etwas Positives gibt es dennoch zu vermelden: Durch den Abverkauf griff das Abstauberlimit des AKTIONÄR. Anbei die Details.
Zunächst ein Auszug aus der Montags-Analyse: Die Bullen im DAX bleiben am Drücker. Das nächste Ziel liegt in Form des Gaps bei 6.945 bis 6.981 Punkten. Die 7.000-Punkte-Marke wird allerdings ein harter Brocken. Mittlerweile sollten Stopps für Long-Positionen alle Anlegergruppen im Gewinn liegen.
Der DAX schoss gestern zur Eröffnung auf ein neues Zwischenhoch bei 6.875 Punkten. In der Folge kannte der Index aber nur den Weg gen Süden. Um satte 200 Punkte drückten die Bären den Index nach unten. Der Schlusskurs von 6.710 Punkten entspricht einem Minus von 0,75 Prozent oder gut 50 Punkten.
Es ist wie sooft in diesem Jahr. Intermarketanalyse funktioniert aktuell nur begrenzt. So galoppiert in den USA weiter die Bullenherde, im DAX hätte man gestern hingegen wieder meinen können, die Welt geht unter. Charttechnisch drehte der Index aber einmal mehr an der Unterstützung bei 6.650 Punkten. Um den bullishen Fahrplan aufrecht erhalten zu können, sollte der Index über 6.650 Punkten bleiben und vor allen Dingen über 6.800 Punkte ansteigen. Dann käme das Gap ab 6.945 Punkten wieder ins Spiel.

Unterhalb von 6.650 Punkten trübt sich das kurzfristige Chartbild ein. Unter 6.600 Punkten und vor allen Dingen unter 6.498 Punkten wird es bearish. In diesem Fall müssten Anleger sich wieder einmal auf einen turbulenten Sommer einstellen.
Die langfristig maßgebliche Aufwärtstrendlinie im DAX verläuft heute bei 6.461 Punkten. Die 200-Tage-Linie notiert bei 6.210 Punkten.
Hinweis: Das Abstauberlimit des AKTIONÄR aus Printausgabe 19/12 wurde gestern bei 6.700 Punkten ausgeführt. Gekauft wurde der Mini-Long von HSBC mit der WKN TB3 2Q3 zu 6,65 Euro. Der Initalstopp für den Trade liegt bei 6.490 Punkten respektive 4,50 Euro im Schein. Damit beläuft sich das Verlustrisiko auf 32 Prozent. Der Trade liegt aktuell mit gut sechs Prozent im Plus.
Fazit: Können die Bullen den Rückfall gestern nicht auffangen, wird es unter 6.650 Punkte langsam aber sicher brenzlig. Das mittel- bis langfristige Bild kippt aber erst unter 6.500 Punkten. Über 6.800 Punkten lautet das Ziel 6.945 bis 6.981 Punkte. Falls Stopps von Long-Positionen gestern im Gewinn ausgelöst wurden, sollten Anleger erst einmal die Füße still halten. Positions-Trader können die obige Tradingidee des AKTIONÄR nachbilden.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 6.750, 6.800 Punkte (horizontal), 6.875 Punkte (Zwischenhoch), 6.945 bis 6.981 Punkte (Gap), 7.000 Punkte (horizontal), 7.080 Punkte (Zwischenhoch), 7.194 Punkte (Jahreshoch), 7.383, 7.523, 7.600 Punkte (Zwischenhochs)
Unterstützungen: 6.650, 6.600 Punkte (horizontal), 6.499 Punkte (Zwischentief), 6.480-6.430 Punkte (Unterstützungszone), 6.461 Punkte (Aufwärtstrend), 6.210 Punkte (200-Tage-Linie), 6.200-6.170 Punkte (Unterstützungszone), 5.528 Punkte (Gap), 5.366 Punkte (Zwischentief), 4.965 Punkte (2011er Tief)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11:05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik unten auf der Homepage des AKTIONÄR sowie im Videoportal des DAF abrufbar.
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