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DAX: Jetzt geht's ans Eingemachte

Bastian Galuschka

Wie erwartet konnte der DAX gestern seine Erholung fortsetzen. Er nähert sich langsam aber sicher zentralen Widerständen an. Diese zu überwinden dürfte nahezu unmöglich sein. DER AKTIONÄR mit der aktuellen charttechnischen Einschätzung.

Nachfolgend ein Auszug aus der letzten DAX-Analyse: Wie im Stundenchart gut zu erkennen ist, nähert sich der DAX mit dem vorbörslichen Kurs bei 6.140 Punkten bereits einer ersten Abwärtstrendlinie an. Steigt er darüber, wären die nächsten Erholungsziele bei 6.186 Punkten (38,2%-Fibo-Retracement), 6.224 Punkten (50%-Fibo-Retracement) und 6.250 bis 6.262 Punkten (horizontaler Widerstand, 61,8% Fibo-Retracement) anzusiedeln.

Auch gestern bewegte sich der DAX nahezu punktgenau nach dem Fahrplan. Nachdem der Widerstand bei 6.140 Punkten überwunden wurde, folgte ein Anstieg bis zur nächsten Hürde bei 6.186 Punkten. Hier konsolidierte der Index einige Stunden, eher am Nachmittag ein weiterer Aufwärtsschub einsetzte und den DAX auf ein Hoch von 6.215 Punkten katapultierte. Der Schlusskurs von 6.206 Punkten lag nur knapp zehn Punkte darunter und bedeutete zugleich ein Plus gegenüber dem Vortag von 1,57 Prozent oder knapp 96 Punkten.

Die erwartete Erholung nähert sich damit der entscheidenden Widerstandszone bei 6.250 bis 6.262 Punkten an. Hier treffen die Abwärtstrendlinie seit dem Jahreshoch sowie ein horizontaler Widerstand aufeinander, zudem notiert bei 6.262 Punkten das 61,8%-Fibo-Retracement über die letzte Abwärtsbewegung. Dieses Widerstandsbollwerk zu überwinden, dürfte ein hartes Unterfangen werden.

Auf der Unterseite hat sich der Kursbereich zwischen 6.040 (Aufwärtstrendlinie Dreieck) und 6.060 Punkten (markante Zwischentiefs) zuletzt als tragfähig erwiesen. Fällt der DAX aus dem Dreieck heraus, würden sich größere Verkaufssignale mit Zielen bei 5.800 und 5.600 Punkten ergeben.

Fazit: So macht Trading Spaß! Der gestrige Handel bot für jeden Anlegertyp etwas. Intraday war auf der Long-Seite wie erwartet einiges zu holen, am Nachmittag ging das Short-Limit für Mittelfrist-Positionen bei 6.200 Punkten auf. Die zentrale Widerstandszone liegt zwischen 6.250 und 6.262 Punkten. Solange der DAX darunter notiert, ist Vorsicht geboten, die Erholung könnte auch schnell wieder verpuffen. Der Stopp für die Short-Position sollte zunächst bei 6.300 Punkten belassen werden.

Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:

Widerstände: 6.224 (Fibo-Marke), 6.250-6.262 Punkte (Abwärtstrendlinie seit Jahreshoch, zentraler horizontaler Widerstand, Fibo-Marke), 6.350 Punkte (horizontaler Widerstand), 6.388 Punkte (61,8%-Fibo-Retracement über die Abwärtsbewegung von 2007 bis 2009), 6.600-6.650 Punkte (obere Trendkanalbegrenzung, horizontaler Widerstand), 6.600 Punkte (horizontaler Widerstand), 7.200 Punkte (horizontaler Widerstand)

Unterstützungen: 6.040-6.060 Punkte (Aufwärstrendlinie des Dreiecks, markante Zwischentiefs), 5.800 Punkte (horizontale Unterstützung), 5.757 Punkte (maßgeblicher mittelfristiger Aufwärtstrend), 5.739 Punkte (200-Tage-Linie), 5.607 Punkte (Zwischentief)

Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11.05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik unten auf der Homepage des AKTIONÄRS sowie im Videoportal des DAF abrufbar.

Daneben dürfte sich für Anleger, die sich für das Traden im mittelfristigen Zeitfenster interessieren, ein Blick auf die neue Tradingdomain www.tradingcoach.de lohnen. Dort analysiere ich jeden Montag in Webinar-Form sowohl beliebtesten Basiswerte wie beispielsweise DAX, Dow Jones, Gold oder Euro/Dollar als auch einige "Exoten" und handle die besten Setups gehebelt. Ich würde mich sehr freuen, Sie hier begrüßen zu dürfen.

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