Bastian Galuschka
Seit rund drei Wochen verharrt der DAX in einer Seitwärtsrange. Heute dürfte sich der Index wieder der unteren Begrenzung dieses Kurskorridors annähern. Welche Marken Anleger im Auge behalten sollten, verrät DER AKTIONÄR.
Nachfolgend ein Auszug aus der letzten DAX-Analyse: Jedes charttechnische Anzeichen einer Konsolidierung wird seit Wochen hochgekauft. Das macht charttechnische Prognosen derzeit enorm schwierig. Fakt ist, der Index konnte sich auf der Unterstützung bei 6.140 Punkten stabilisieren und von dort aus wieder nach oben abdrehen. Im Tageschart erkennt man über die letzten drei Handelstage einen Morning Star, der auf weiter steigende Kurse hindeutet. Ein neues Kaufsignal entstünde allerdings erst oberhalb des Jahreshochs bei 6.310 Punkten. Und selbst dann wäre das Aufwärtspotenzial durch mehrere Widerstände begrenzt.
Der DAX konnte gestern die Aufwärtsbewegung vom Dienstag nicht fortsetzen. Ausgehend von 6.281 Punkten kam es zu einer Konsolidierung, die den Index zum Handelsende in Richtung der Unterstützungszone zwischen 6.200 und 6.220 Punkten drückte. Er schloss bei 6.230 Punkten, was einem Minus von 0,54 Prozent oder knapp 34 Punkten entspricht.
Heute dürfte der Index schwächer eröffnen und gleich zu Handelsbeginn die angesprochene Unterstützungszone um 6.200 Punkte antesten. Hält diese nicht, droht ein weiteres Abrutschten bis auf die untere Begrenzung der mehrwöchigen Seitwärtsrange bei 6.140 Punkten. Unter 6.140 Punkten wäre eine Topformation aktiviert, die in den kommenden Tagen weitere Kursverluste wahrscheinlich machen würde.

Auf der Oberseite sollten Anleger den Abwärtstrend seit dem Jahreshoch im Auge behalten, der derzeit bei rund 6.270 Punkten verläuft. Hier befindet sich auch eine horizontale Hürde in Form eines Zwischenhochs aus dem gestrigen Handel. Geht der DAX über 6.270 Punkte, wird eine Wiederaufnahme der übergeordneten Aufwärtsbewegung wahrscheinlich.
Fazit: Aktuell drängen sich keine mittelfristigen Neuengagements auf. Über 6.310 beziehungsweise unter 6.140 Punkten sollten Anleger sich hier erst long respektive short positionieren. Wer intraday agiert, sollte die Unterstützung um 6.200 Punkte im Auge behalten. Geht der DAX darunter, dürften einige Punkte auf der Short-Seite zu holen sein.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 6.270 Punkte (Kreuzwiderstand), 6.310 Punkte (Jahreshoch), 6.388 Punkte (61,8%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung der Jahre 2007 bis 2009), 6.400-6.650 Punkte (mehrere horizontale Widerstände), 7.200 Punkte (horizontaler Widerstand)
Unterstützungen: 6.200-6.220 Punkte, 6.140 Punkte, 6.105-6.094 Punkte, 6.040 Punkte, 5.890-5.905 Punkte, 5.750 Punkte, 5.600 Punkte (horizontale Unterstützungen), 5.433 Punkte (Jahrestief)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11.20 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik auf der Homepage des AKTIONÄRS sowie im Videoportal des DAF abrufbar.