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DAX: Im Westen nichts Neues

Bastian Galuschka

Der DAX bewegte sich auch gestern kaum von der Stelle. Ein zwischenzeitlicher Ausbruchsversuch wurde schnell wieder abverkauft. Das Szenario einer baldigen Konsolidierung ist daher aktueller denn je.

Nachfolgend ein Auszug aus der letzten DAX-Analyse: Das zweite Kursziel bei 6.070 Punkten wurde am Freitag abgearbeitet. Sieht man die Kursbewegung der letzten Woche als bloße Kursreaktion auf die vorangegangenen Verluste, dürfte der DAX bald wieder fallen. Steigt er jedoch über 6.131 Punkte, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er auch das Jahreshoch antestet. Vorläufig muss man diesen Richtungsentscheid abwarten.

Der DAX tat sich auch gestern mit dem Widerstandsbereich zwischen 6.070 und 6.080 Punkten schwer. Nach der Eröffnung der US-Börsen kam es zwar zu einem zwischenzeitlichen Sprint nach oben bis auf 6.120 Punkte. Dieser wurde allerdings nahezu ebenso schnell wieder abverkauft. Der DAX beendete den Handel erneut unter 6.080 Punkten und schloss mit 6.077 Punkten knapp 12 Punkte oder 0,20 Prozent im Plus.

An der charttechnischen Lage hat sich somit im Vergleich zur gestrigen Analyse nichts Gravierendes geändert. Im 10-Tages-Chart sieht man eine Keilformation, die aufzeigt, dass sich die Aufwärtsbewegung abgeflacht hat, das Momentum aus dem Markt gewichen ist. Der gestrige Ausbruch nach oben gefolgt von dem schnellen Abverkauf kann als Überschießen aus diesem Keil gewertet werden. Oftmals gibt es nach solchen Fehlsignalen eine deutlichere Kursbewegung in die andere Richtung.

An der Erwartung, dass im DAX bald eine Konsolidierung bis auf die 6.000-Punkte-Marke folgen dürfte, wird daher festgehalten. Interessant: Bei 6.000 Punkten liegt derzeit auch das 38,2%-Fibo-Retracement über die Aufwärtsbewegung seit dem Zwischentief bei 5.809 Punkten. Somit hat die runde 6.000 charttechnisch zuletzt noch einmal deutlich an Bedeutung gewonnen.

Aufgrund der Tatsache, dass ziemlich genau vor einem Jahr eine ausgiebige Rallyebewegung im DAX startete, sollte man sich jedoch auch einen Plan B zurechtlegen. Steigt der DAX auf Schlusskursbasis über 6.150 Punkte, steigt die Wahrscheinlichkeit eines nochmaligen Tests des Jahreshochs bei 6.341 Punkten merklich an. Daher kann man sich mit einem Stopp-buy-Limit über dieser Marke für eine unerwartete Sommerrallye aufstellen. Das favorisierte Szenario bleibt jedoch ein Rücksetzer auf zumindest 6.000 Punkte.  

Fazit: Der DAX hängt weiterhin unter dem Widerstandscluster zwischen 6.070 und 6.080 Punkten. Fehlausbrüche wie der gestrige müssen jedoch einkalkuliert werden. DER AKTIONÄR hält am Konsolidierungsziel von 6.000 Punkten fest, hier dürfte sich die weitere Richtung im Index dann entscheiden. Fällt der DAX unter 6.060 Punkte, kann man sich, falls noch nicht geschehen, short positionieren.

Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:

Widerstände: 6.070-6.080 Punkte (50,0%-Fibo-Retracement, horizontaler Widerstand) 6.131 Punkte (61,8%-Fibo-Retracement), 6.341 Punkte (Jahreshoch)

Unterstützungen: 6.000 Punkte (horizontale Unterstützung, 38,2 Fibo-Retracement), 5.872 Punkte (200-Tage-Linie), 5.800 Punkte (horizontale Unterstützung), 5.695 Punkte (Aufwärtstrend), 5.607 Punkte (Zwischentief)

Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11.05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik auf der Homepage des AKTIONÄRS sowie im Videoportal des DAF abrufbar.

Daneben dürfte sich für Anleger, die sich für das Traden im mittelfristigen Zeitfenster interessieren, ein Blick auf die neue Tradingdomain www.tradingcoach.de lohnen. Dort analysiere ich jeden Montag in Webinar-Form die beliebtesten Basiswerte wie beispielsweise DAX, Dow Jones, Gold oder Euro/Dollar und handle die besten Setups gehebelt. Ich würde mich sehr freuen, Sie hier begrüßen zu dürfen.

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