Bastian Galuschka
Schwache Vorgaben aus Asien dürften den DAX heute unter Druck bringen. Da die Luft eh schon dünn geworden ist, dürfte Anlegern heute ein sehr interessanter Handelstag bevorstehen. Kann die schwache Eröffnung erneut aufgefangen werden? DER AKTIONÄR mit den entscheidenden charttechnischen Marken.
Nachfolgend ein Auszug aus der letzten DAX-Analyse: Bis dahin lautet die Devise, den Trend noch weiter nach oben mitzuspielen. Zumindest an Gewinnmitnahmen in der genannten Kurszone sollten Anleger allerdings denken. Eine sehr gute Unterstützung liegt im heutigen Handel bei 6.265 Punkten. Sollte es zu einem Rücksetzer dahin kommen, können Intraday-Trader erneut einen Long-Einstieg wagen.
Der gestrige Tipp, mit einem Abstauber bei 6.265 Punkten zu versuchen zum Zuge zu kommen, hat sich ausgezahlt. Im Hoch wurden in der Folge sogar 6.310 Punkte erreicht, ein Kursgewinn von 45 Punkten war also im Idealfall möglich. Der DAX konnte allerdings das Zwischenhoch bei 6.305 Punkten nicht signifikant überwinden, somit ergab sich aus Trendfolgesicht kein neues Kaufsignal. Dennoch verblieb gestern zum Handelsende ein Plus von 0,21 Prozent oder 13 Punkte, der Index schloss bei 6.291 Punkten.

Infolge der gemischten Google-Zahlen notieren die asiatischen Börsen heute im roten Bereich. Diese Vorgaben dürfte der DAX zunächst nachbilden und schwächer eröffnen. Erkennbar im Kurzfristchart ist ein bearisher Keil, genauer gesagt zwei ineinander verschachtelte Keile. Der innere dürfte heute bereits zu Handelsbeginn nach unten durchbrochen werden. Entscheidender für den heutigen Kursverlauf und auch den Verlauf in der nächsten Woche wird allerdings sein, ob der DAX das Zwischentief bei 6.250 und die untere Aufwärtstrendlinie des größeren Keil bei 6.240 Punkten verteidigen kann. Gelingt diese nicht, entstünde ein erstes Verkaufssignal. Unter 6.200 Punkte käme ein weiteres dazu.
Tendenziell besteht die Möglichkeit, dass der DAX sich innerhalb des Keils fängt und sich noch ein Stückchen nach oben orientiert. Vorsicht ist aber angebracht. Viel wird erneut von den heutigen US-Wirtschaftsdaten abhängen.
Fazit: Dass das Zwischenhoch bei 6.305 Punkten gestern nicht nachhaltig durchbrochen werden konnte, ist ein erstes Warnsignal. Sollte der DAX heute unter 6.240 Punkte fallen, würde sich ein Verkaufssignal ergeben. Unter 6.200 Punkten wäre eine Topbildung aktiviert. Der Stopp für Longpositionen sollte daher eng unter 6.200 Punkte gesetzt werden, beziehungsweise aggressiver unter 6.240 Punkte.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 6.310 Punkte (Zwischenhoch), 6.350 Punkte (Pullback-Linie), 6.388 Punkte (61,8%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung der Jahre 2007 bis 2009), 6.400-6.650 Punkte (mehrere horizontale Widerstände), 7.200 Punkte (horizontaler Widerstand)
Unterstützungen: 6.250 Punkte, 6.200 Punkte, 6.150 Punkte, 6.094 Punkte, 5.890-5.905 Punkte, 5.750 Punkte, 5.600 Punkte (horizontale Unterstützungen), 5.433 Punkte (Jahrestief)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im „DAX Check", welcher täglich um 11.20 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik auf der Homepage des AKTIONÄRS sowie im Videoportal des DAF abrufbar.