Bastian Galuschka
Nach einer schwachen Eröffnung gelang dem DAX gestern die Rückkehr in die Pluszone. Jedoch haben die angesprochenen Widerstandsmarken weiter Bestand. Welche Hürden der DAX nachhaltig überwinden muss, um weiter ansteigen zu können, verrät DER AKTIONÄR.
Nachfolgend ein Auszug aus der letzten DAX-Analyse: Aus charttechnischer Sicht kann jedoch trotz des Kursanstieges gestern keine Entwarnung gegeben werden. Vorbörslich wird der DAX bereits wieder deutlich im Minus bei rund 5.930 Punkten taxiert. Das der Index gestern die Widerstandszone zwischen 6.024 und 6.040 Punkten sowie den Abwärtstrend seit dem Jahreshoch (derzeit bei 6.060 Punkten) nicht überwinden konnte, bleibt das bearishe Setup intakt. Erst darüber würde sich das Chartbild wieder aufhellen.
Der DAX startete gestern sehr schwach in den Handel und pendelte bis zum Nachmittag in einer Range zwischen 5.920 und 5.960 Punkten. Freundliche US-Indizes sorgten in der Folge jedoch für neue Impulse. Im Rückenwind von Dow Jones und Nasdaq kletterte der DAX Stück für Stück nach oben und erreichte in der letzten Handelsstunde sogar die Pluszone. Er schloss bei 6.037 Punkten. Dies entspricht einem Zugewinn von 0,33 Prozent oder knapp 20 Punkten.

Das obige Zitat aus der gestrigen Analyse hat auch heute Bestand. Es steht in dieser Woche eine wichtige Entscheidung an, wenn auch zunächst nur aus kurzfristiger Sicht. Gelingt dem DAX der Ausbruch über die Widerstandszone zwischen 6.024 und 6.040 Punkten, liegt der nächste Widerstand erst wieder bei 6.140 Punkten. Somit könnte sich in diesem positiven Szenario für Intraday-Trader ein Long-Engagement lohnen. Aus mittelfristiger Sicht liegen die entscheidenden Marken bei 6.140 und beim Zwischenhoch bei 6.205 Punkten. Erst darüber würde sich die Wahrscheinlichkeit, dass neue Hochs angepeilt werden können, deutlich erhöhen.
Auf der Unterseite ist der Kursbereich zwischen 5.900 und 5.920 Punkten entscheidend. Darunter sind deutlichere Kursverluste bis auf 5.740 Punkte zu erwarten. Sie sehen also, der DAX ist derzeit mittelfristig neutral zu werten. Daher sollten Positionstrader vorläufig abwarten.
Fazit: Der DAX steht vor einem Richtungsentscheid! Short-Positionen sollten eng über der 6.040-Punkte-Marke abgesichert werden. Zeichnet sich ein nachhaltiger Ausbruch nach oben ab, läge das nächste Ziel bei 6.140 Punkten. Ein direkter Switch von der Short- auf die Long-Seite sollte sich in diesem Fall lohnen. Die Chartkonstellation ist derzeit jedoch nur für Intraday-Trader interessant. Mittelfristig orientierte Anleger warten ab, bis sich der DAX für eine Richtung entscheidet.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 6.024 Punkte, 6.040 Punkte (horizontale Widerstände, Abwärtstrend), 6.140-6.160 Punkte, 6.200-6.220 Punkte, 6.341 Punkte (Jahreshoch), 6.388 Punkte (61,8%-Fibonacci-Retracement der Abwärtsbewegung der Jahre 2007 bis 2009), 6.400-6.650 Punkte (mehrere horizontale Widerstände)
Unterstützungen: 5.900-5.920 Punkte, 5.740-5.750 Punkte (horizontale Unterstützungen), 5.749 Punkte (200-Tage-Linie), 5.550 Punkte (Aufwärtstrend), 5.433 Punkte (Jahrestief)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im „DAX Check", welcher täglich um 11.20 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik auf der Homepage des AKTIONÄRS sowie im Videoportal des DAF abrufbar.
Daneben dürfte sich für Anleger, die sich für das mittelfristige Traden der beliebtesten Basiswerte wie beispielsweise DAX, Dow Jones, Gold oder Euro/Dollar interessieren, ein Blick auf die neue Tradingdomain www.tradingcoach.de lohnen. Dort findet jeden Montag Nachmittag ein Webinar statt, in dem mein Kollege Farshid Tremel und ich abwechselnd eine Stunde lang Chartanalyse betreiben und die besten Setups gehebelt handeln. Wir würden uns sehr freuen, Sie hier begrüßen zu dürften.