Bastian Galuschka
In der vergangenen Handelswoche gaben klar die Bären im DAX den Ton an. Dennoch ließen sich Gewinne erzielen. Die vom AKTIONÄR empfohlene Short-Position liegt bereits 200 Punkte im Plus.
Nachfolgend ein Auszug aus der letzten DAX-Analyse: Als Widerstand kann nun bereits die Marke von 6.215 Punkten genannt werden. Erst darüber könnte der DAX noch bis zur „Betonmauer" 6.250/6.260 Punkte ansteigen. Auf der Unterseite ist dagegen bereits bei einem Unterschreiten der 6.150-Punkte-Marke Vorsicht geboten. Es wäre dann ein kurzfristiges Doppeltop im Stundenchart aktiviert mit rechnerischem Kursziel bei 6.085 Punkten.
Auch am Freitag kannte der DAX nur eine Richtung, und zwar nach unten. Vom Start weg gab der Index nach und erreichte am Mittag die psychologische Marke von 6.000 Punkten. Hier kam es zu einer zwischenzeitlichen Kursreaktion nach oben, die zum Handelsende jedoch wieder abverkauft wurde. Der DAX schloss mit 6.005 Punkten nur knapp oberhalb der 6.000-Punkte-Marke. Das bedeutete ein Minus von 1,15 Prozent oder knapp 70 Punkten verglichen mit dem Donnerstags-Schlusskurs.


Die vergangene Handelswoche hat einige neue Erkenntnisse für die mittelfristige Ausrichtung des DAX geliefert. Mit dem Wochenschlusskurs unter der maßgeblichen Aufwärtstrendlinie der mehrmonatigen Dreiecksformation hat der DAX ein weiteres Verkaufssignal generiert. Damit ist es wahrscheinlich geworden, dass der Index in den kommenden Wochen die Unterstützung bei 5.800 antesten wird. Geht es darunter, lautet das nächste Ziel 5.600 Punkte.
Auf der Oberseite hellt sich das Bild erst wieder bei einem Anstieg über das letzte markante Hoch bei 6.230 Punkten auf. Das ist aktuell aber kein Thema.
Im heutigen Handel könnte es zu einer Kursreaktion auf die Verluste der Vorwoche kommen. Bereits bei 6.060 Punkten liegt jedoch ein nicht zu unterschätzender Widerstand. Dieser leitet sich aus der unterschrittenen horizontalen Unterstützung und dem durchbrochenen Aufwärtstrend her, die beide zusammen mittlerweile einen Kreuzwiderstand bilden. Ein Überschießen bis in den 6.100-Punkte-Bereich wäre zwar möglich, dürfte sich aber als nicht nachhaltig erweisen.
Fazit: Die vergangene Woche empfohlene Short-Position bei 6.200 Punkten im DAX hat sich als goldrichtig erwiesen, das Zwischenhoch wurde bei 6.230 Punkten ausgebildet. Daher kann der Stopp für die Short-Position von 6.300 auf 6.250 Punkte nachgezogen werden. Das maximale Verlustrisiko beläuft sich damit auf 50 Punkte. Als nächstes Etappenziel steht die Unterstützung bei 5.800 Punkten im Raum. Hier bieten sich erste Teilgewinnmitnahmen an.
Die wichtigen charttechnischen Marken im DAX im Überblick:
Widerstände: 6.060 Punkte (horizontaler Widerstand, gebrochener Aufwärtstrend), 6.230 Punkte (Zwischenhoch), 6.250 Punkte (zentraler horizontaler Widerstand), 6.350 Punkte (horizontaler Widerstand), 6.388 Punkte (61,8%-Fibo-Retracement über die Abwärtsbewegung von 2007 bis 2009), 6.600-6.650 Punkte (obere Trendkanalbegrenzung, horizontaler Widerstand), 6.600 Punkte (horizontaler Widerstand), 7.200 Punkte (horizontaler Widerstand)
Unterstützungen: 5.942 Punkte (200-Tage-Linie), 5.800 Punkte (horizontale Unterstützung), 5.770 Punkte (maßgeblicher mittelfristiger Aufwärtstrend), 5.607 Punkte (Zwischentief)
Eine Video-Chartanalyse zum DAX, in der auch ein interessantes Hebelprodukt vorgestellt wird, finden Anleger im "DAX Check", welcher täglich um 11.05 Uhr im Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) zu sehen ist. Die Sendung ist auch in der Video-Rubrik unten auf der Homepage des AKTIONÄRS sowie im Videoportal des DAF abrufbar.
Daneben dürfte sich für Anleger, die sich für das Traden im mittelfristigen Zeitfenster interessieren, ein Blick auf die neue Tradingdomain www.tradingcoach.de lohnen. Dort analysiere ich jeden Montag in Webinar-Form sowohl beliebtesten Basiswerte wie beispielsweise DAX, Dow Jones, Gold oder Euro/Dollar als auch einige "Exoten" und handle die besten Setups gehebelt. Ich würde mich sehr freuen, Sie hier begrüßen zu dürfen.