Dow Jones: Von wegen Obama-Effekt
Nach der US-Wahl kennt der US-Leitindex nur eine Richtung: nach unten. Welche Chartmarken Anleger im Blickfeld behalten sollten und wann sich vor allen Dingen das Bild wieder aufhellt, erfahren Anleger in dieser Analyse.
Von einem positiven Herbst, den US-Wahljahre oft mit sich bringen, ist 2012 nichts zu spüren. Auch die Wiederwahl Obamas hat keine Euphorie unter den Anlegern ausgelöst. Im Gegenteil, seit Bekanntgabe des Wahlergebnisses gehen die US-Indizes auf Talfahrt.
Streng genommen hat die Abwärtsbewegung bereits schon davor begonnen. Im US-Leitindex Dow Jones löste letztendlich der Bruch der 13.000-Punkte-Unterstützung ein Verkaufssignal aus. Dabei wurde auch eine S-K-S-Formation aktiviert, deren rechnerisches Kursziel schon fast erreicht wurde.
Der Index traf in der Vorwoche auf die wichtige Haltezone um 12.500 Punkte auf. Kann er sich auch hier nicht stabilisieren, droht ein weiterer 500-Punkte-Rutsch auf 12.000 Punkte. Hier liegt das Junitief. Zum Vergleich: Der DAX markierte sein Junitief bei 5.914 Punkten. Der deutsche Aktienindex zeigt sich hier also deutlich robuster.
Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung im Dow Jones ist eine Rückeroberung der S-K-S-Nackenlinie bei 13.000 Punkten notwendig. Erst dann wäre wieder Luft bis zu den Jahreshochs um 13.660 Punkte.

Nächste Handelswoche wird entscheidend
Bereits in den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob die US-Indizes noch das Zeug zu einer Jahresendrallye haben oder 2012 zumindest im Dow Jones ein nahezu verlorenes Jahr wird. Anleger sollten auf Umkehrsignale wie Hammerkerzen im Index warten. Bislang fehlen solche positiven Zeichen noch.
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