Britisches Pfund/US-Dollar (GBP/USD): US-Dollar als Krisenwährung
Das Britische Pfund befindet sich gegenüber dem US-Dollar im Sturzflug. Aktuell steht ein weiterer charttechnischer Widerstand im Fokus. Rutscht der Kurs darunter, droht ein weiterer Abverkauf. Der US-Dollar übernimmt aufgrund der europäischen Schuldenproblematik die Rolle der Krisenwährung.
Weltweit ist der US-Dollar derzeit die stärkste Währung. Ein Blick auf den US-Dollar-Index macht dies deutlich. Der Index, der einen Korb aus verschiedenen Währungen dem Greenback gegenüberstellt, eilt von einem Bewegungshoch zum nächsten. In den unsicheren Zeiten der europäischen Schuldenkrise übernimmt der US-Dollar die Rolle des sicheren Hafens und wird von den Marktteilnehmern stark nachgefragt.
Massiver Abverkauf
Nachdem vor wenigen Wochen das Britische Pfund gegenüber dem US-Dollar unter die Aufwärtstrendlinie bei 1,6003 US-Dollar gefallen ist, beschleunigte sich die Abwärtsdynamik. Der Kurs durchbrach daraufhin auch noch die horizontalen Widerstände bei 1,5875 und 1,5655 US-Dollar. Aktuell notiert das Britische Pfund an der starken Unterstützung im Bereich der 1,53-US-Dollar-Marke. Rutscht der Kurs darunter, droht ein weiterer Abverkauf.
Schlechte Nachrichten
Zusätzlicher Gegenwind für das Britische Pfund kommt von fundamentaler Seite. Im Monat April sank das Verbrauchervertrauen überraschend stark von 53 auf 44 Zähler. Somit wurden die Schätzungen der Analysten deutlich verfehlt, die nur mit einer leichten Abschwächung auf 52 Punkte gerechnet haben. Anleger, die der Short-Empfehlung in der Printausgabe des AKTIONÄR gefolgt sind, bleiben investiert.

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