Stefan Limmer
Das Währungspaar Britisches Pfund/US-Dollar (GBP/USD) fällt seit Wochen. Nach einer kurzen Gegenbewegung gewinnen die Bären bereits wieder die Oberhand. Das alte Bewegungstief sollte deshalb nur einen geringen Widerstand darstellen. Kurzfristig agierende Trader nutzen die Shortchance.
GBP/USD befindet sich im Sturzflug. Die Notierung hat in den letzten vier Wochen knapp sechs Prozent an Wert verloren. Der Gegenbewegung geht bereits wieder die Puste aus. Die 1,55 USD-Marke hat sich als starker Widerstand erwiesen. Aktuell fällt die Notierung bereits wieder in die Richtung des alten Bewegungstiefs bei 1,5390 USD.
Schwach gegen Stark
Ein Vergleich der beiden Währungsindizes unterstreicht den Kursverlauf von GBP/USD. Der Währungsindex macht die Entwicklung einer Währung gegenüber einem Währungskorb aus sieben weiteren Devisen sichtbar. Während sich der US-Dollar-Index auf einem Sieben-Monats-Hoch befindet, fällt der Index des Britischen Pfund seit Monaten.
Alles andere als königlich
Neben der Charttechnik sprechen auch die fundamentalen Daten gegen das Britische Pfund. Die wirtschaftliche Entwicklung im Königreich ist alles andere als rosig. Das BIP-Wachstum in Großbritannien schrumpfte im zweiten Quartal des laufenden Jahres auf 0,2 Prozent. Die Inflation notiert im Moment bei 4,5 Prozent und ist damit fast doppelt so hoch wie der Durchschnittswert der letzten 20 Jahre. Die hohe Arbeitslosigkeit bringt die Regierung ebenfalls nicht unter Kontrolle. Nach einer leichten Entspannung in Q1/2011 klettert die Rate aktuell wieder auf knapp acht Prozent.
Abwärtsbewegung vor der Tür
Sobald die GBP/USD-Notierung unter das alte Bewegungstief bei 1,5390 USD rutscht, ist weiteres Abwärtspotenzial vorhanden. Kurzfristig agierende Trader, die auf diese Bewegung spekulieren wollen, setzen auf das MINI-Short-Zertifikat mit der WKN AA3 D22. Der Hebel beträgt 5,96. Bei einem Basispreis von 1,8020 ist das Knockout-Level bei 1,748 USD zu finden. Aktuell kostet das Zertifikat 1,90 Euro. Aufgrund des Risikos sollte mit Stop-Loss gearbeitet werden.
