Stefan Limmer
Das Britische Pfund scheiterte bereits ein Mal an der 1,57-USD-Marke. Aktuell versucht das Währungspaar erneut die psychologisch wichtige Marke zu knacken. Antizyklisch agierende Trader riskieren eine Shortposition. Schlechte Wirtschaftsdaten aus England sollten dafür sorgen, dass sich der vorhandene Abwärtstrend fortsetzt.
Das Britische Pfund stand in den letzten Wochen gegenüber dem US-Dollar unter Verkaufsdruck. Das Währungspaar GBP/USD fiel von 1,66 USD auf unter 1,54 USD. Dem ersten Erholungsversuch ging bei 1,57 USD die Puste aus. Der Kurs legte daraufhin den Rückwärtsgang ein und fiel erneut unter 1,54 USD. Aktuell notiert das Währungspaar wieder an der 1,57-USD-Marke. Die Chancen, dass der Bruch des Widerstands beim zweiten Mal gelingt stehen schlecht.
Schlechte Wirtschaftsdaten von der Insel
Die Wirtschaft des Königreichs hat mit massiven Problemen zu kämpfen. Das BIP-Wachstum in Großbritannien schrumpfte im zweiten Quartal des laufenden Jahres auf 0,2 Prozent. Die Inflation notiert im Moment bei 4,5 Prozent und ist damit fast doppelt so hoch wie der Durchschnittswert der letzten 20 Jahre. Die hohe Arbeitslosigkeit bringt die Regierung ebenfalls nicht unter Kontrolle. Nach einer leichten Entspannung in ersten Quartal 2011 klettert die Rate aktuell wieder auf knapp acht Prozent. In der letzten Woche weitete zudem die Bank of England ihr Programm zum Aufkauf von Anleihen aus. Dies sollte zusätzlich das Britische Pfund unter Druck bringen.
Anleger, die auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends spekulieren wollen, setzen auf das Wave XXL Zertifikat mit der WKN DB3 3R9. Der Hebel beträgt 5,95. Bei einem Basispreis von 1,8282 USD ist das Knockout-Level bei 1,814 USD zu finden. Aktuell kostet das Zertifikat 19,15 Euro. Aufgrund des Risikos sollte mit Stop-Loss gearbeitet werden.
